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Genf richtet das 5. Internationale Kooperationsforum aus, während die Schweiz humanitäre Hilfe an Mobilitätszugang knüpft

Feb. 27, 2026
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Genf richtet das 5. Internationale Kooperationsforum aus, während die Schweiz humanitäre Hilfe an Mobilitätszugang knüpft
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten der Schweiz eröffnete am 26. Februar 2026 im CICG in Genf das fünfte Internationale Kooperationsforum (IC Forum). In seiner Eröffnungsrede betonte Außenminister Ignazio Cassis, dass der ungehinderte grenzüberschreitende Transport von humanitärem Personal und Hilfsgütern heute ebenso entscheidend sei wie die Finanzierung, um auf Krisen von Gaza bis zur Sahelzone zu reagieren.

Die zweitägige Veranstaltung bringt über 1.500 Teilnehmer aus 120 Ländern zusammen, darunter Leiter von UN-Organisationen, Logistiker von NGOs und Partner aus der Privatwirtschaft, die sich auf Notfalleinsätze spezialisiert haben. In Workshops wird erörtert, wie der neue Visums-Aussetzungsmechanismus der EU und das Schengen-Ein- und Ausreisesystem schnelle Einsatzteams beeinflussen könnten. Médecins Sans Frontières warnte davor, dass biometrische Hürden die Mobilität verlangsamen könnten, sofern keine speziellen „Trusted-Traveller“-Korridore für humanitäre Helfer eingerichtet werden.

Genf richtet das 5. Internationale Kooperationsforum aus, während die Schweiz humanitäre Hilfe an Mobilitätszugang knüpft


Das Schweizer Logistik-Start-up Cargo-Drones präsentierte einen Pilotkorridor zwischen Genf und Feldkrankenhäusern in der Region Rhône-Alpen und zeigte damit, wie unbemannte Fluggeräte Gelände- und Grenzengpässe umgehen können. Gleichzeitig stellte das Staatssekretariat für Migration (SEM) den Plan der Schweiz vor, akkreditierten NGOs bei internationalen Notlagen humanitäre Mehrfacheinreisevisa innerhalb von 48 Stunden auszustellen – eine Maßnahme, die vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz begrüßt wurde.

Analysten sehen im Forum eine Gelegenheit für die Schweiz, ihre Position als humanitäres Zentrum zu stärken und zugleich pragmatische Mobilitätsregeln im EU-Rahmen zu fördern. Die Abschlusskommuniqué, die am 27. Februar erwartet wird, soll die Schengen-Partner dazu aufrufen, Ausnahmeregelungen zu harmonisieren, die lebensrettende Einsätze sichern. Für Fachleute im Bereich globale Mobilität im Hilfssektor deuten die Diskussionen auf bevorstehende politische Anpassungen hin, die dringende Personaleinsätze über Schweizer Zugänge erleichtern, aber auch eine strengere biometrische Kontrolle bei Routine-Reisen mit sich bringen könnten.
Quelle: Federal Department of Foreign Affairs – Press Release

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