
Belgiens ehrgeiziger Plan, Europas „strengstes Migrationsland“ zu werden, stieß am 27. Februar 2026 auf ein erhebliches juristisches Hindernis. In zwei am Morgen veröffentlichten Zwischenurteilen setzte das Verfassungsgericht zentrale Bestimmungen der Migrationsgesetze von Juli und August 2025 aus, die die Wartezeiten für Familienzusammenführungen verlängert und die Aufnahmebedingungen für Personen, die bereits in einem anderen EU-Mitgliedstaat Schutz erhalten hatten, drastisch eingeschränkt hatten. Die Richter entschieden, dass sie vor einer inhaltlichen Entscheidung zunächst eine Orientierung vom Gerichtshof der Europäischen Union benötigen und stellten daher fünf Vorabentscheidungsfragen. Solange dieses EU-Verfahren läuft, sind die strittigen Bestimmungen ausgesetzt. Praktisch bedeutet dies, dass subsidiär Schutzberechtigte wieder sofort Anträge für Ehepartner und Kinder stellen können und Fedasil allen neuen Antragstellern unabhängig von einem vorherigen Schutzstatus in der EU Unterkunft bieten muss.
Premierminister Bart De Wever und Migrationsministerin Anneleen Van Bossuyt hatten das Reformpaket von 2025 als Eckpfeiler einer harten Migrationspolitik zur „Wiederherstellung der Kontrolle“ dargestellt. Wirtschaftsverbände unterstützten weitgehend die wirtschaftsmigrationsbezogenen Elemente der Reformen, warnten jedoch, dass ein zu restriktives Asylregime die ohnehin überlasteten Gerichte weiter belasten und Belgiens Ruf als EU-Hauptstadt schädigen könnte. Menschenrechtsorganisationen begrüßten die Aussetzung als Sieg für EU-Recht und Familienzusammenhalt. Sie betonen, dass Belgien mit jährlich über 3.000 internationalen Mitarbeitern, die in Brüsseler Unternehmen und Institutionen entsandt werden, auf verlässliche und rechtskonforme Verfahren angewiesen ist, um attraktiv zu bleiben. Arbeitgeber, die hochqualifizierte Fachkräfte sponsern, sehen Verzögerungen bei der Familienzusammenführung oft als größtes Hindernis, Kandidaten zur Umsiedlung zu bewegen; die Entscheidung des Gerichts beseitigt daher sofortige Unsicherheiten für Personal- und Global-Mobility-Teams.
Wie geht es weiter? Der Gerichtshof der EU könnte 12 bis 18 Monate benötigen, um die Vorabentscheidungsfragen zu beantworten. In dieser Zeit stehen die belgischen Parlamentarier vor der Wahl, die Gesetzgebung neu zu formulieren oder auf das endgültige Urteil zu warten. Unternehmen, die Mitarbeiter nach Belgien entsenden, sollten die Bearbeitungszeiten genau beobachten: Für Frühling und Sommer wird mit einem plötzlichen Anstieg der Anträge auf Aufnahmeplätze und Familienvisa gerechnet, und Fedasil hat bereits Notfallpläne angekündigt, zusätzliche Unterkünfte in Leuven und Namur anzumieten.
Premierminister Bart De Wever und Migrationsministerin Anneleen Van Bossuyt hatten das Reformpaket von 2025 als Eckpfeiler einer harten Migrationspolitik zur „Wiederherstellung der Kontrolle“ dargestellt. Wirtschaftsverbände unterstützten weitgehend die wirtschaftsmigrationsbezogenen Elemente der Reformen, warnten jedoch, dass ein zu restriktives Asylregime die ohnehin überlasteten Gerichte weiter belasten und Belgiens Ruf als EU-Hauptstadt schädigen könnte. Menschenrechtsorganisationen begrüßten die Aussetzung als Sieg für EU-Recht und Familienzusammenhalt. Sie betonen, dass Belgien mit jährlich über 3.000 internationalen Mitarbeitern, die in Brüsseler Unternehmen und Institutionen entsandt werden, auf verlässliche und rechtskonforme Verfahren angewiesen ist, um attraktiv zu bleiben. Arbeitgeber, die hochqualifizierte Fachkräfte sponsern, sehen Verzögerungen bei der Familienzusammenführung oft als größtes Hindernis, Kandidaten zur Umsiedlung zu bewegen; die Entscheidung des Gerichts beseitigt daher sofortige Unsicherheiten für Personal- und Global-Mobility-Teams.
Wie geht es weiter? Der Gerichtshof der EU könnte 12 bis 18 Monate benötigen, um die Vorabentscheidungsfragen zu beantworten. In dieser Zeit stehen die belgischen Parlamentarier vor der Wahl, die Gesetzgebung neu zu formulieren oder auf das endgültige Urteil zu warten. Unternehmen, die Mitarbeiter nach Belgien entsenden, sollten die Bearbeitungszeiten genau beobachten: Für Frühling und Sommer wird mit einem plötzlichen Anstieg der Anträge auf Aufnahmeplätze und Familienvisa gerechnet, und Fedasil hat bereits Notfallpläne angekündigt, zusätzliche Unterkünfte in Leuven und Namur anzumieten.
Quelle: Euronews