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48-stündiger landesweiter Streik im öffentlichen Nahverkehr lähmt deutsche Städte und Geschäftsreisen

Feb. 28, 2026
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48-stündiger landesweiter Streik im öffentlichen Nahverkehr lähmt deutsche Städte und Geschäftsreisen
Am Freitag, den 27. Februar 2026, um 03:00 Uhr legten fast 100.000 Mitglieder der öffentlichen Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Arbeit nieder – der größte koordinierte Streik im kommunalen Nahverkehr seit 2019. Der Ausstand betrifft Busse, Straßenbahnen und U-Bahn-Netze in 15 von 16 Bundesländern, einzig das Saarland bleibt verschont. Während die Fernzüge der Deutschen Bahn (ICE und IC) weiterhin fahren, berichten Fahrgäste von extremer Überfüllung, da viele Pendler auf die Bahn ausweichen. Ver.di fordert eine Gehaltserhöhung von 10 Prozent (bzw. pauschal 68,75 Euro monatlich in einigen Regionen), höhere Nachtzuschläge und strukturelle Verbesserungen wie längere Ruhezeiten zur Bekämpfung des chronischen Fahrermangels. Der Arbeitgeberverband KAV bot bisher 5 Prozent plus eine Einmalzahlung an und bezeichnete die Forderungen als „finanziell unverantwortlich“. Die Verhandlungen werden am 4. März fortgesetzt; ein Scheitern könnte zu Streiks an Flughäfen und im Regionalverkehr führen. Die Auswirkungen auf Geschäftsreisende sind gravierend. Die Berliner BVG bestätigt die Einstellung fast aller U-Bahn- und Straßenbahnlinien; nur wenige ausgelagerte Buslinien und Fähren verkehren. München, Frankfurt und Hamburg melden ähnliche Stillstände, was die Preise für Fahrdienste in der morgendlichen Hauptverkehrszeit verdreifacht. Konferenzveranstalter in Köln und Stuttgart sagten Präsenzveranstaltungen kurzfristig ab und wechselten auf virtuelle Formate. Reiseleiter raten Geschäftsreisenden, remote zu arbeiten oder Hotels in fußläufiger Nähe zu Kundenstandorten zu buchen. Unternehmen mit zeitkritischen Produktionslinien warnen vor Verzögerungen durch Ausfälle; ein Automobilzulieferer in Wolfsburg charterte Minibusse aus Polen, um Schichtarbeiter zu transportieren. Der Streik verdeutlicht die Risiken der fragmentierten Lohnverhandlungen in Deutschland für die Mobilität. Personalabteilungen sollten Notfallpläne überarbeiten, Hotelbuchungen für längere Aufenthalte prüfen und zusätzliche Transferzeiten in Reisepläne einbauen. Ein zweiter 72-Stunden-Streik wird bereits ins Spiel gebracht, falls im März keine Einigung erzielt wird.
Quelle: StrikeTracker / Euronews

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