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EU-Luftbrücke bringt in Not geratene Italiener aus Konfliktgebiet im Nahen Osten zurück nach Hause

März 6, 2026
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EU-Luftbrücke bringt in Not geratene Italiener aus Konfliktgebiet im Nahen Osten zurück nach Hause
Das Zentrum für Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe der Europäischen Union (ECHO) aktivierte am späten 4. März sein Notfall-Koordinationszentrum, nachdem die kommerziellen Flugverbindungen in Teilen des Golfs abrupt eingestellt wurden, als die Feindseligkeiten aufflammten. Bis zum Morgen des 5. März waren bereits sechs von der EU gecharterte Rückführungsflüge in Sofia, Rom-Fiumicino, Wien und Bratislava gelandet. Die Flüge, die von einer Mischung aus EU- und kommerziellen Fluggesellschaften im Rahmen eines gemeinsamen Mechanismus durchgeführt wurden, beförderten mehr als 1.150 Bürger – darunter über 300 Italiener –, die nach Aussetzung der regulären Verbindungen keinen Sitzplatz mehr bekommen hatten. Das italienische Außenministerium (Farnesina) arbeitete eng mit Brüssel zusammen, um besonders schutzbedürftige Reisende zu priorisieren, darunter Geschäftsleute mit kurzfristigen Schengen-Visen, die von italienischen Konsulaten ausgestellt wurden, Kreuzfahrtpassagiere, die in Golfhäfen festsaßen, sowie Techniker mit kurzfristigen Einsätzen an Energieanlagen. Die Passagiere wurden vor dem Boarding an provisorischen Abflugstellen in Bahrain und Dammam einer schnellen Sicherheitskontrolle unterzogen. Bei der Ankunft in Rom wurden sie von Gesundheits- und Einwanderungsbeamten empfangen, die die Einreiseformalitäten beschleunigten und Weiterfahrten mit der Bahn organisierten. Die Aktion ist die erste großangelegte Aktivierung des EU-Katastrophenschutz-Flugpools seit den Evakuierungsmaßnahmen aus dem Sudan im Jahr 2024. Mobilitätsmanager italienischer Großunternehmen begrüßten die schnelle Reaktion, warnten jedoch davor, wie schnell Geschäftsreisekorridore zusammenbrechen können. Unternehmen mit Personalrotationen im Golf prüfen bereits ihre Notfallpläne und legen verstärkt Wert auf doppelte Staatsbürgerschaften, Mehrfacheinreisevisa und Homeoffice-Alternativen. Praktische Folgen für Geschäftsreisende sind voraussichtlich längere Wartezeiten an italienischen Grenzstellen bei der Bearbeitung der Reisedokumente der Rückkehrer sowie die Aussicht auf höhere Versicherungsprämien für Reisen in die Region. Mittelfristig wird erwartet, dass die EU den Mechanismus zu einer dauerhaften „Luftbrücke“ weiterentwickelt, der Fluggesellschaften als Option offensteht und Arbeitgebern mehr Planungssicherheit bei der Entsendung von Personal in komplexe Einsatzgebiete bietet.
Quelle: ANSA / EU Civil Protection briefing

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