
Zypern erwachte am 9. März mit einer weiteren Welle von Flugstörungen, nachdem Hermes Airports bestätigt hatte, dass in der Nacht 38 Ankünfte und Abflüge am Flughafen Larnaka gestrichen wurden. Die ausgefallenen Flüge betrafen hauptsächlich Verbindungen nach Israel, Libanon und die Vereinigten Arabischen Emirate, was die anhaltenden Luftraumbeschränkungen widerspiegelt, die nach der Eskalation der Feindseligkeiten zwischen Iran und einer von den USA geführten Koalition Anfang des Monats verhängt wurden. Die umfassenden Stornierungen zeigen, wie schnell regionale geopolitische Entwicklungen die Mobilitätsprogramme von Unternehmen beeinflussen können. Mehrere multinationale Unternehmen mit Projektteams im östlichen Mittelmeerraum teilten der Cyprus Mail mit, dass sie Split-Team-Modelle aktiviert haben – kritische Mitarbeiter arbeiten vorübergehend von Athen, Dubai oder Tel Aviv aus, bis sich die Verbindungen stabilisieren. Lokale Hotels berichten von einem Anstieg unerwarteter Zwischenstopps, da Crews und Passagiere auf Umleitungen warten. Das zyprische Verkehrsministerium erklärte, dass am Flughafen Paphos Ausweichslots verfügbar sind, jedoch begrenzen Personalmangel die Anzahl zusätzlicher Flugbewegungen. Das Ministerium steht in Kontakt mit EUROCONTROL und hat die Fluggesellschaften gebeten, überarbeitete Flugpläne 48 Stunden im Voraus einzureichen, damit die Bodenabfertigungsdienste entsprechend planen können. Für global mobile Mitarbeiter lautet die dringende Empfehlung, Buchungen stündlich zu überprüfen. Fluggesellschaften verzichten bis mindestens 15. März auf Umbuchungsgebühren für Flüge, die Larnaka betreffen, während einige Reiseversicherer „politische Risiko“-Klauseln aktiviert haben, die Übernachtungskosten erstatten, wenn Flüge innerhalb von 12 Stunden vor Abflug gestrichen werden. Langfristig könnte diese Situation Zyperns Pläne beschleunigen, die Anbindung über die konfliktanfälligen Golf- und Levante-Korridore hinaus zu diversifizieren. Offizielle deuteten an, dass bereits Gespräche laufen, um zusätzliche Frequenzen von mitteleuropäischen Drehkreuzen zu sichern und so alternative Routen bereitzustellen, falls die Krise andauert.
Quelle: Cyprus Mail