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48-stündiger Lufthansa-Pilotenstreik am 12. und 13. März stört Verbindungen nach Prag und löst Notfallpläne aus

März 13, 2026
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48-stündiger Lufthansa-Pilotenstreik am 12. und 13. März stört Verbindungen nach Prag und löst Notfallpläne aus
Die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat am Donnerstag, den 12. März 2026, um 00:01 Uhr MEZ einen 48-stündigen Streik begonnen, der etwa die Hälfte des weltweiten Lufthansa-Netzwerks lahmlegt. Laut der Sonderseite der Fluggesellschaft wurden mehr als 50 Prozent aller Flüge im System und 40 Prozent der Kurzstreckenverbindungen gestrichen, darunter mehrere Verbindungen auf den stark frequentierten Strecken Prag–Frankfurt und Prag–München. Lufthansa hat einen reduzierten Flugplan veröffentlicht, der etwa 60 Prozent der Langstreckenflüge aufrechterhält, doch Geschäftsreisende mit Ziel Prag müssen mit erheblichen Anschlussverzögerungen rechnen, da Zubringerflüge nicht mehr passen.

Passagiere mit Tickets, die am oder vor dem 10. März für Reisen am 12. und 13. März ausgestellt wurden, können kostenfrei auf jeden Lufthansa-Group-Carrier umbuchen oder bis zum 23. März eine vollständige Rückerstattung beantragen. Um die Weiterreise für gestrandete Kunden zu erleichtern, aktiviert die Airline erneut ihre „Rail&Fly“-Partnerschaft: Tickets für gestrichene Inlandsflüge innerhalb Deutschlands und Verbindungen von Deutschland nach Prag können kostenlos in Deutsche-Bahn-Gutscheine umgewandelt werden. Mobilitätsmanager sollten beachten, dass die Bahnoption nur am Ausstellungs- und Folgetag gültig ist und Sitzplatzreservierungen der Verfügbarkeit unterliegen.

48-stündiger Lufthansa-Pilotenstreik am 12. und 13. März stört Verbindungen nach Prag und löst Notfallpläne aus


Der Streik ist die jüngste Eskalation in einem seit 2025 andauernden Tarifkonflikt. Die Vereinigung Cockpit fordert eine Gehaltserhöhung von 12 Prozent sowie verbesserte Dienstplangarantien, während Lufthansa betont, dass die finanzielle Erholung nach der Pandemie solche Steigerungen nicht verkraften könne. Die Verhandlungen scheiterten am 10. März nach einer 14-stündigen Mediation, was den Streikaufruf der Gewerkschaft zur Folge hatte.

Der Flughafen Václav Havel in Prag meldete am Donnerstagmorgen eine beherrschbare Lage, da Austrian Airlines und Swiss die meisten Flüge durchführten und Lufthansa-Passagiere umbuchten. Die Flughafenbehörden rieten Reisenden jedoch, vor der Abreise den Flugstatus zu prüfen und mehr Zeit für Sicherheitskontrollen oder Bahnanschlüsse einzuplanen. Am Prager Hauptbahnhof (Hlavní nádraží) wurde das Personal am Deutsche-Bahn-Schalter aufgestockt, um die Umbuchungen zu bewältigen.

Für globale Mobilitätsteams unterstreicht der Streik die Bedeutung multimodaler Notfallpläne: Arbeitgeber mit wichtigen Mitarbeitereinsätzen in dieser Woche sollten Tagesverbindungen mit der Bahn von Prag nach Frankfurt (unter vier Stunden) oder München (unter fünf Stunden) prüfen, um Langstreckenanschlüsse zu gewährleisten. Reisende in die USA oder nach Asien über Deutschland könnten auf Air France-KLM oder Turkish Airlines umbuchen, die noch Plätze ab Prag anbieten, wobei die Preise seit Bekanntgabe des Streiks um 25 bis 40 Prozent gestiegen sind.
Quelle: Lufthansa – Current Travel Information

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