
Der Prager Václav-Havel-Flughafen gab am 11. März frühmorgens eine ungewöhnliche Passagierwarnung heraus, nachdem es aufgrund von Luftraumsperrungen im Nahen Osten zu einer Welle kurzfristiger Flugstornierungen gekommen war. Auf einem Banner, das nun auf den englischen, tschechischen, deutschen und russischen Seiten des Flughafens zu sehen ist, werden Reisende aufgefordert, „regelmäßig die neuesten Informationen auf der Website des Flughafens und der jeweiligen Fluggesellschaft zu prüfen“ und zusätzliche Umsteigezeiten für Anschlussflüge einzuplanen.
Die Warnung folgt auf einen kontinentweiten Anstieg von Flugstörungen, den AirHelp dokumentierte: Am 11. März wurden allein an europäischen Flughäfen 190 Stornierungen und 821 Verspätungen gezählt – viele davon Langstreckenflüge, die wegen der gesperrten Lufträume Umwege fliegen mussten. Während Prag von den massiven Flugausfällen, wie sie etwa in Heathrow, Istanbul-SAW oder Athen zu beobachten waren, verschont blieb, fielen mehrere Frühflüge nach Dubai, Doha und Tel Aviv von den Abflugtafeln, und der KLM-Flug nach Amsterdam startete mit 65 Minuten Verspätung, da die Crew über Nacht umgeleitet wurde.
Für tschechische Unternehmen mit Mitarbeitern, die zwischen Prag und den Golf-Hubs pendeln, bedeutet dies vor allem praktische Probleme bei der Netzwerkverbindung: Die Umwege verlängern die Flugzeiten um 45 bis 90 Minuten, was die Besatzungen und Flugzeuge an die Grenzen der zulässigen Dienstzeiten bringt und zu anhaltenden Verspätungen im Tagesverlauf führt. Auch Frachtspediteure spüren die Auswirkungen, da auf wichtigen Strecken für die Automobil- und Pharmaindustrie, die normalerweise über die Frachtkapazitäten von Emirates und Qatar Airways abgewickelt werden, Engpässe gemeldet werden.
Reise-Risikoberater empfehlen Geschäftsreisenden mit Terminen im Golf, flexible Tickets zu buchen, enge Verbindungen innerhalb Europas zu vermeiden und NOTAMs (Flugverkehrsinformationen) bezüglich Luftraumänderungen genau zu beobachten. Nach EU-Verordnung 261 haben die meisten Passagiere keinen Anspruch auf Entschädigung, da die Ursache als „außergewöhnliche Umstände“ gilt, jedoch stehen ihnen Betreuungsleistungen wie Mahlzeiten und Hotels sowie die Wahl zwischen Umbuchung oder Erstattung zu. Vielflieger mit Basis in Prag könnten vorübergehend bessere Optionen für Tagesflüge in Wien oder Budapest finden, bis sich die Lage im Luftraum beruhigt.
Das tschechische Außenministerium rät weiterhin von nicht notwendigen Reisen in mehrere Golfstaaten ab, was die Nachfrage in der bevorstehenden Osterreisezeit zusätzlich dämpfen könnte. Die Fluggesellschaften haben bislang keinen Zeitpunkt für eine Rückkehr zum Normalbetrieb genannt, doch Analysten weisen darauf hin, dass frühere Luftraumsperrungen im Nahen Osten in den Jahren 2024 und 2025 bis zu zwei Wochen dauerten, bis sie vollständig aufgehoben waren.
Die Warnung folgt auf einen kontinentweiten Anstieg von Flugstörungen, den AirHelp dokumentierte: Am 11. März wurden allein an europäischen Flughäfen 190 Stornierungen und 821 Verspätungen gezählt – viele davon Langstreckenflüge, die wegen der gesperrten Lufträume Umwege fliegen mussten. Während Prag von den massiven Flugausfällen, wie sie etwa in Heathrow, Istanbul-SAW oder Athen zu beobachten waren, verschont blieb, fielen mehrere Frühflüge nach Dubai, Doha und Tel Aviv von den Abflugtafeln, und der KLM-Flug nach Amsterdam startete mit 65 Minuten Verspätung, da die Crew über Nacht umgeleitet wurde.
Für tschechische Unternehmen mit Mitarbeitern, die zwischen Prag und den Golf-Hubs pendeln, bedeutet dies vor allem praktische Probleme bei der Netzwerkverbindung: Die Umwege verlängern die Flugzeiten um 45 bis 90 Minuten, was die Besatzungen und Flugzeuge an die Grenzen der zulässigen Dienstzeiten bringt und zu anhaltenden Verspätungen im Tagesverlauf führt. Auch Frachtspediteure spüren die Auswirkungen, da auf wichtigen Strecken für die Automobil- und Pharmaindustrie, die normalerweise über die Frachtkapazitäten von Emirates und Qatar Airways abgewickelt werden, Engpässe gemeldet werden.
Reise-Risikoberater empfehlen Geschäftsreisenden mit Terminen im Golf, flexible Tickets zu buchen, enge Verbindungen innerhalb Europas zu vermeiden und NOTAMs (Flugverkehrsinformationen) bezüglich Luftraumänderungen genau zu beobachten. Nach EU-Verordnung 261 haben die meisten Passagiere keinen Anspruch auf Entschädigung, da die Ursache als „außergewöhnliche Umstände“ gilt, jedoch stehen ihnen Betreuungsleistungen wie Mahlzeiten und Hotels sowie die Wahl zwischen Umbuchung oder Erstattung zu. Vielflieger mit Basis in Prag könnten vorübergehend bessere Optionen für Tagesflüge in Wien oder Budapest finden, bis sich die Lage im Luftraum beruhigt.
Das tschechische Außenministerium rät weiterhin von nicht notwendigen Reisen in mehrere Golfstaaten ab, was die Nachfrage in der bevorstehenden Osterreisezeit zusätzlich dämpfen könnte. Die Fluggesellschaften haben bislang keinen Zeitpunkt für eine Rückkehr zum Normalbetrieb genannt, doch Analysten weisen darauf hin, dass frühere Luftraumsperrungen im Nahen Osten in den Jahren 2024 und 2025 bis zu zwei Wochen dauerten, bis sie vollständig aufgehoben waren.
Quelle: Prague Airport / AirHelp
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