
In einer Sonderwarnung, die in der Nacht zum 16. März veröffentlicht wurde, warnt die Big-Four-Gesellschaft EY irische Arbeitgeber davor, dass erneute Konflikte im Golf die Geschäftsreisepläne durchkreuzen und in den kommenden zwei Wochen „eine schnelle Umverteilung von entsandten Mitarbeitern“ auslösen könnten. Die Mitteilung weist darauf hin, dass mehrere Einwanderungsbehörden im Golf bereits mit Minimalbesetzung arbeiten und biometrische Termine für irische Arbeitserlaubnisinhaber in Katar und den VAE kurzfristig verschoben werden. EY empfiehlt Unternehmen, kritische Funktionen zu identifizieren, Notfallregelungen für Remote-Arbeit vorab zu genehmigen und Budgets für Shuttle-Services zwischen Hotel und Büro einzuplanen, die Risikogebiete meiden. Auch sollten Steuer- und Sozialversicherungsrisiken überprüft werden, falls Mitarbeiter länger als 183 Tage außerhalb ihres Gastlandes bleiben. Die Firma betont, dass irische, EU- und britische Staatsangehörige visafreien oder Visa-bei-Ankunft-Zugang zu den meisten GCC-Staaten genießen, warnt jedoch, dass verzögerte Sicherheitsfreigaben den Flughafenzugang blockieren können. Für Mobility-Teams ist die Empfehlung ein Anlass, Reise-Risikoversicherungen zu prüfen, Evakuierungskriterien mit Dienstleistern abzustimmen und Notfallanweisungen für die Gehaltsabrechnung zu kommunizieren. EY rät, das umfangreiche Doppelbesteuerungsabkommen-Netzwerk Irlands – insbesondere mit den VAE, Bahrain und Kuwait – zu nutzen, um unvorhergesehene Betriebsstättenrisiken bei Mitarbeiterverlagerungen zu minimieren. Irisch ansässige Bau-, Energie- und Technologieunternehmen beschäftigen Tausende von Mitarbeitern in der Region, viele auf kurzfristigen Einsätzen im Zusammenhang mit Expo City Dubai und Saudi Vision 2030. Unternehmen wird daher empfohlen, funktionsübergreifende Krisenstäbe einzuberufen, die HR, Sicherheit, Steuer- und Rechtsabteilungen zusammenbringen.
Quelle: EY Global Immigration Alert