
Nach Abschluss einer zehntägigen Erkundungsmission veröffentlichte der UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechte von Migranten, Gehad Madi, am 1. April eine Stellungnahme, in der er das brasilianische Migrationsgesetz von 2017 als regionalen Maßstab für eine humane und nicht-punitiv ausgerichtete Migrationspolitik lobte. Er hob hervor, dass Brasilien humanitäre Visa ausstellt, gleichen Zugang zu Gesundheit und Bildung gewährleistet und keine strafrechtlichen Sanktionen für irreguläre Einreisen verhängt – Praktiken, die das Land von den zunehmend restriktiven Regimen in Europa und Nordamerika abheben.
Dennoch identifizierte Madi Engpässe, die den Alltag von Migranten erschweren. Das Nationale Flüchtlingskomitee (CONARE) und die Bundespolizei sind personell unterbesetzt, was zu einem Rekordrückstau bei Asylanträgen führt. Dies verursacht mehrjährige Wartezeiten, die legale Beschäftigung, Bankkonten und Mobilität der Antragsteller – viele davon Venezolaner, Haitianer und Kubaner – erschweren. Kritisiert wurde zudem eine 2024 eingeführte Regelung, die bestimmte Transitpassagiere am Flughafen São Paulo–Guarulhos verpflichtet, vor der Asylantragstellung ein brasilianisches Visum zu beantragen. Diese Vorschrift sei mit internationalen Schutzstandards unvereinbar.
Zu den Empfehlungen des Berichterstatters zählen: eine Erhöhung der Bundesmittel, damit CONARE Asylanträge innerhalb von sechs Monaten bearbeiten kann; eine verstärkte Präsenz der Bundespolizei an Flughäfen und Grenzposten; sowie eine Überprüfung der Transitvisaregeln, die spontane Asylanträge faktisch blockieren. Madi forderte außerdem, die Sprachunterstützung zu verbessern und die Verlängerung von Aufenthaltserlaubnissen zu digitalisieren – ein Schritt, der auch Unternehmen zugutekäme, die ausländische Fachkräfte mit Arbeitsvisa beschäftigen.
Für Manager globaler Mobilität ist der Bericht ambivalent: Brasilien bleibt dank großzügiger Kategorien für Familienzusammenführung, digitale Nomaden und humanitäre Visa attraktiv für die Mitarbeiterverlagerung. Gleichzeitig können langsame Dokumentenausstellungen den Start von Entsendungen verzögern. Unternehmen wird empfohlen, Vorlaufzeiten von sechs bis neun Monaten einzuplanen und kommende regulatorische Anpassungen zu beobachten, die elektronische Anträge beschleunigen könnten.
Das Außenministerium begrüßte die UN-Lobeshymne und kündigte an, eine Verordnung zu erarbeiten, die Teile des Asylverfahrens automatisiert. Sollte diese in Kraft treten, könnte dies den Druck auf die überlasteten Behörden mindern und Brasiliens Ruf als mobilitätsfreundliches Zentrum in Südamerika stärken.
Dennoch identifizierte Madi Engpässe, die den Alltag von Migranten erschweren. Das Nationale Flüchtlingskomitee (CONARE) und die Bundespolizei sind personell unterbesetzt, was zu einem Rekordrückstau bei Asylanträgen führt. Dies verursacht mehrjährige Wartezeiten, die legale Beschäftigung, Bankkonten und Mobilität der Antragsteller – viele davon Venezolaner, Haitianer und Kubaner – erschweren. Kritisiert wurde zudem eine 2024 eingeführte Regelung, die bestimmte Transitpassagiere am Flughafen São Paulo–Guarulhos verpflichtet, vor der Asylantragstellung ein brasilianisches Visum zu beantragen. Diese Vorschrift sei mit internationalen Schutzstandards unvereinbar.
Zu den Empfehlungen des Berichterstatters zählen: eine Erhöhung der Bundesmittel, damit CONARE Asylanträge innerhalb von sechs Monaten bearbeiten kann; eine verstärkte Präsenz der Bundespolizei an Flughäfen und Grenzposten; sowie eine Überprüfung der Transitvisaregeln, die spontane Asylanträge faktisch blockieren. Madi forderte außerdem, die Sprachunterstützung zu verbessern und die Verlängerung von Aufenthaltserlaubnissen zu digitalisieren – ein Schritt, der auch Unternehmen zugutekäme, die ausländische Fachkräfte mit Arbeitsvisa beschäftigen.
Für Manager globaler Mobilität ist der Bericht ambivalent: Brasilien bleibt dank großzügiger Kategorien für Familienzusammenführung, digitale Nomaden und humanitäre Visa attraktiv für die Mitarbeiterverlagerung. Gleichzeitig können langsame Dokumentenausstellungen den Start von Entsendungen verzögern. Unternehmen wird empfohlen, Vorlaufzeiten von sechs bis neun Monaten einzuplanen und kommende regulatorische Anpassungen zu beobachten, die elektronische Anträge beschleunigen könnten.
Das Außenministerium begrüßte die UN-Lobeshymne und kündigte an, eine Verordnung zu erarbeiten, die Teile des Asylverfahrens automatisiert. Sollte diese in Kraft treten, könnte dies den Druck auf die überlasteten Behörden mindern und Brasiliens Ruf als mobilitätsfreundliches Zentrum in Südamerika stärken.
Quelle: JURIST Legal News
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