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Frankreich bestätigt Verzögerungen bei biometrischen EES-Kontrollen an Kanalübergängen wenige Tage vor EU-Frist

Apr. 6, 2026
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Frankreich bestätigt Verzögerungen bei biometrischen EES-Kontrollen an Kanalübergängen wenige Tage vor EU-Frist
Weniger als eine Woche vor der verpflichtenden Einführung des EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES) am 10. April haben die französischen Behörden stillschweigend eingeräumt, dass die biometrische Registrierung an den Eurostar-Terminals, dem Kanaltunnel-Shuttle in Folkestone/Coquelles sowie an den Fährhäfen über den Ärmelkanal nicht aktiviert wird. Die meisten Reisenden, die aus dem Vereinigten Königreich nach Frankreich einreisen, werden daher „noch einige Wochen“ manuell einen Stempel in ihren Reisepass erhalten, so eine Quelle aus dem Innenministerium gegenüber Connexion France.

Das im Oktober 2025 gestartete EES soll das Stempeln von Pässen durch eine zentrale Datenbank ersetzen, die Fingerabdrücke, ein Gesichtsfoto und die genaue Zeit jeder Grenzüberquerung für alle Nicht-EU-Besucher erfasst. Nach EU-Vorgaben hätte Frankreich die biometrischen Terminals bereits vollständig einsetzen müssen, doch Softwareprobleme und Platzmangel an den Grenzkontrollen machen den sechsminütigen Erfassungsprozess während der geschäftigen Osterzeit unpraktikabel.

Frankreich bestätigt Verzögerungen bei biometrischen EES-Kontrollen an Kanalübergängen wenige Tage vor EU-Frist


Für Manager der Unternehmensmobilität beseitigt die Verzögerung zwar eine unmittelbare Engstelle – erste Tests hatten gezeigt, dass sich an Calais bei Fingerabdruckpflicht Staus von zwei bis drei Stunden bilden könnten –, sie verlängert jedoch auch die Unsicherheit. Mitarbeiter, die per Flugzeug nach Paris-CDG, Lyon, Nizza oder Toulouse reisen, durchlaufen bereits die EES-Formalitäten, was bedeutet, dass Unternehmen die Aufenthaltsdauer aus zwei unterschiedlichen Datenquellen überwachen müssen.

Die französische Grenzpolizei wird vorerst die Passagiere in Fahrzeugen manuell ohne biometrische Erfassung registrieren, um die rechtliche Vorgabe, dass das EES „betriebsbereit“ ist, aufrechtzuerhalten und Zeit zur Stabilisierung der Hardware zu gewinnen. Geschäftsreisende sollten dennoch mehr Zeit an den Häfen einplanen und einen Wohnsitznachweis oder Weiterreisedokumente mitführen, da die manuellen Kontrollen weiterhin streng sind. Arbeitgeber werden dringend gebeten, ihre Reiserichtlinien zu überprüfen, damit Entsandte wissen, wann biometrische Daten erfasst werden und wie diese gespeichert werden.
Quelle: Connexion France

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