
TheLocal.fr berichtete am 4. April, dass Eurotunnel und Eurostar für die vollständige Einführung des EES am 10. April weiterhin „nicht bereit“ sind. Beide Betreiber verlassen sich nach wie vor darauf, dass Grenzpolizisten die Pässe manuell abstempeln, während Software-Updates für ihre biometrischen Kioske hinter den Labortests zurückbleiben. Quellen bei Eurotunnel berichten, dass die Modellierung der Landgrenze Familien in Fahrzeugen nicht ausreichend berücksichtigt hat, deren sequentielle Fingerabdruckerfassung die Aufenthaltszeit verdreifachen könnte. Eurostar hat zwar 18 Kioske am Pariser Gare du Nord installiert, kann diese jedoch erst aktivieren, wenn die IT-Systeme auf britischer Seite mit der in Lille gespeicherten französischen Datenbank synchronisiert sind. Geschäftsreisende sehen sich mit einer uneinheitlichen Situation konfrontiert: Einige französische Flughäfen verlangen bereits biometrische Kontrollen, während Landreisende vorerst davon ausgenommen sind. Unternehmen, die Mitarbeiter über beide Verkehrsmittel rotieren lassen, müssen daher zwei unterschiedliche Einreisedaten verwalten und ihre Reisepläne entsprechend anpassen. Eurostar richtet zusätzliche Schalter der französischen Grenzpolizei ein und empfiehlt Passagieren, über Ostern 90 Minuten vor Abfahrt am Bahnhof zu sein. Mobility-Teams sollten Entsandte auf mögliche kurzfristige Bahnsteigänderungen hinweisen und sicherstellen, dass alle Firmenvisa oder A1-Bescheinigungen griffbereit sind, da manuelle Kontrollen weiterhin streng bleiben.
Quelle: The Local France
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