
Dutzende Bewohner von Jersey und Guernsey strandeten diese Woche an ausländischen Flughäfen, nachdem Flugpersonal fälschlicherweise darauf bestand, dass sie vor dem Rückflug eine elektronische Reisegenehmigung (ETA) für das Vereinigte Königreich erwerben müssten. Nach den Regeln des Common Travel Area (CTA) benötigen Einwohner der Kronbesitzungen mit gesichertem oder vorläufigem Aufenthaltsstatus keine ETA, doch Fluggesellschaften in Griechenland, Spanien und Portugal verweigerten die Bordkarte, bis die Passagiere 20 Pfund für eine Notfall-„Speed ETA“ zahlten. Das Problem trat erstmals am 8. April 2026 auf, als Rückkehrer von Korfu und Teneriffa trotz Vorlage von Aufenthaltsbescheinigungen und Einreisestempeln von Jersey am Gate blockiert wurden. Der Zoll- und Einwanderungsdienst von Jersey bestätigte das Problem und machte „unzureichende Schulungen der Fluggesellschaften“ bezüglich der Ausnahmeregelungen bei der ETA verantwortlich. Die Behörden arbeiten mit dem britischen Innenministerium und den Compliance-Teams der Fluggesellschaften zusammen, um klarere Anweisungen zu verbreiten, und raten betroffenen Reisenden, Erstattungen von den Airlines einzufordern. Für Mobilitätsmanager verdeutlicht der Vorfall ein zentrales Anfangsproblem im neuen digitalen Grenzregime des Vereinigten Königreichs: Flugpersonal außerhalb der Britischen Inseln behandelt oft alle UK-Reisenden als ETA-pflichtig und ignoriert die Ausnahmen des CTA. Arbeitgeber mit Mitarbeitern auf den Kanalinseln sollten ihren Angestellten vor Auslandsreisen gedruckte Nachweise des Status sowie eine Kopie der offiziellen Ausnahmeliste mitgeben. Die Behörden der Kronbesitzungen planen, ab Mitte 2026 digitale Genehmigungen auszustellen, bis dahin bleiben physische Vignetten und handschriftliche Stempel gültig. Reisenden wird empfohlen, frühzeitig anzureisen, mehrere Dokumente mitzuführen und bei Problemen den diensthabenden Flugleiter mit dem vom Innenministerium ausgestellten Informationsblatt der Fluggesellschaft zu kontaktieren.
Quelle: ITV News