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ABTA warnt vor „gemischten“ Erfahrungen, während das EU-Einreise- und Ausreisesystem kurz vor der vollständigen Einführung steht

Apr. 9, 2026
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ABTA warnt vor „gemischten“ Erfahrungen, während das EU-Einreise- und Ausreisesystem kurz vor der vollständigen Einführung steht
Da das biometrische Ein- und Ausreisesystem (EES) der EU ab dem 10. April 2026 an allen Schengen-Außengrenzen verpflichtend wird, berichtet der britische Reiseverband ABTA von sehr unterschiedlichen Erfahrungen britischer Urlauber über das Osterwochenende. Während einige Reisen reibungslos verliefen, kam es laut Wilma Thaning, Public-Affairs-Managerin bei ABTA, „insbesondere zu Spitzenzeiten zu längeren Wartezeiten an der Grenzkontrolle“. Flughäfen und Fährhäfen mit hohem Aufkommen britischer Reisender – darunter Dover, Eurotunnel Folkestone, Palma de Mallorca und Malaga – verzeichneten längere Warteschlangen, wenn keine Ausweichspuren geöffnet wurden. Julia Lo Bue-Said, Geschäftsführerin der Advantage Travel Partnership, warnte, dass ohne flexible Regelungen im Sommerfahrplan „wichtige Verkehrsknotenpunkte das EES nicht durchsetzen sollten, wenn dies zu erheblichen Störungen führen würde“. Der Hafen von Dover meldete über Ostern einen Anstieg der Pkw-Zahlen um 10 % im Vergleich zum Vorjahr, betonte jedoch, dass die neue EES-Anlage für Reisebusse 1.300 Busse „reibungslos“ abgefertigt habe, was zeigt, dass gut ausgestattete Standorte die Anforderungen bewältigen können. Eurostar und Eurotunnel hingegen gaben an, die Frist zum 10. April nicht einhalten zu können, da die französischen Behörden noch nicht alle erforderlichen Terminals installiert haben. Das bedeutet, dass britische Passagiere auf derselben Reise mit unterschiedlichen Verfahren rechnen müssen. Für Unternehmen erschwert diese Unsicherheit die Fürsorgepflicht: Reisende können eine EU-Grenze in Sekundenschnelle passieren und an der nächsten biometrisch erfasst werden. Mobilitätsteams sollten ihre Mitarbeiter darauf vorbereiten, dass Fingerabdrücke und Gesichtsbilder erfasst werden, zusätzliche Umsteigezeiten einplanen und Nachweise über den rechtmäßigen Aufenthalt im Schengen-Raum mitführen, falls es zu Datenbankabweichungen kommt. ABTA drängt Brüssel auf eine formelle „Saisonspitzen-Aussetzungsoption“, die es den Grenzbehörden erlaubt, die EES-Verarbeitung bei Überschreitung vereinbarter Verzögerungsgrenzen vorübergehend auszusetzen. Ob die Europäische Kommission dem vor dem Sommer zustimmt, bleibt abzuwarten.
Quelle: Travel Weekly UK

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