
Brüssel – In einer nächtlichen Verhandlungsrunde am 13. April erzielten Vertreter des Europäischen Parlaments und der polnischen Ratspräsidentschaft eine vorläufige politische Einigung zum Start des EU-Ein- und Ausreisesystems (EES) durch einen schrittweisen Aktivierungsplan über 180 Tage. Das EES ersetzt das bisherige Stempeln von Pässen bei Drittstaatsangehörigen durch ein biometrisches Register, das bei jeder Grenzüberquerung im Schengen-Außengrenzgebiet Fingerabdrücke und Gesichtsaufnahmen erfasst. Die Berichterstatterin Assita Kanko (ECR, Belgien) lobte den Kompromiss als „einen großen Fortschritt für die Sicherheit, der den Mitgliedstaaten zugleich die nötige Flexibilität gibt, um legitime Reisende reibungslos passieren zu lassen.“
Nach dem gestaffelten Plan müssen nach den ersten 30 Tagen nur 10 Prozent der Grenzübertritte über das EES abgewickelt werden, bis Tag 90 steigt der Anteil auf 35 Prozent und nach 180 Tagen auf 100 Prozent. Die Kommission kann den Countdown aussetzen, wenn Flughäfen oder Landgrenzstellen von übermäßigen Warteschlangen oder technischen Problemen berichten. Für belgische Teams im Bereich Unternehmensmobilität schafft die Vereinbarung eine klarere Grundlage für die endgültige Umsetzung. Der Flughafen Brüssel – einer der verkehrsreichsten Schengen-Transferknotenpunkte – hatte bei früheren EES-Tests mit stundenlangen Warteschlangen zu kämpfen. Ein schrittweiser Rollout ermöglicht es, Personal in Wellen umzuschichten und zusätzliche automatisierte Grenzkontrollstellen zu installieren, bevor das Passagieraufkommen seinen Höhepunkt erreicht. Reiseverantwortliche sollten dennoch ab dem Start der 180-Tage-Frist mehr Umsteigezeit für Nicht-EU-Entsandte einplanen.
Der Text stellt zudem klar, dass eine Diskrepanz in der EES-Datenbank allein keinen automatischen Einreiseverweigerungsgrund darstellt – ein wichtiger Punkt im Hinblick auf Datenschutzbedenken, die von der belgischen Datenschutzbehörde geäußert wurden. Die Verkehrsminister werden voraussichtlich nächste Woche die Einigung absegnen, was den Weg für eine Plenarabstimmung im Mai und eine Kommissionsentscheidung zum offiziellen Starttermin ebnet – dieser wird allgemein für Anfang Juni erwartet. Große multinationale Unternehmen mit häufigen Kurzzeitbesuchern wird empfohlen, ihre Reisendenprofile zu überprüfen, sicherzustellen, dass Passdaten maschinenlesbar sind, und ihre Informationsmaterialien vor Reiseantritt zu aktualisieren. Fluggesellschaften, die Crewwechsel über Belgien abwickeln, sollten ihren Ausnahmestatus bestätigen und sicherstellen, dass Crewlisten im korrekten Format eingereicht werden, sobald das Stempeln entfällt.
Mit der geplanten Einführung der ETIAS-Reisegenehmigung im Jahr 2027 signalisiert der EES-Kompromiss, dass Europas Grenzmanagement-Puzzle endlich zusammengefügt wird – wenn auch in einem Tempo, das eine Wiederholung des Chaos-Sommers am Flughafen Brüssel-Zaventem vermeiden soll.
Nach dem gestaffelten Plan müssen nach den ersten 30 Tagen nur 10 Prozent der Grenzübertritte über das EES abgewickelt werden, bis Tag 90 steigt der Anteil auf 35 Prozent und nach 180 Tagen auf 100 Prozent. Die Kommission kann den Countdown aussetzen, wenn Flughäfen oder Landgrenzstellen von übermäßigen Warteschlangen oder technischen Problemen berichten. Für belgische Teams im Bereich Unternehmensmobilität schafft die Vereinbarung eine klarere Grundlage für die endgültige Umsetzung. Der Flughafen Brüssel – einer der verkehrsreichsten Schengen-Transferknotenpunkte – hatte bei früheren EES-Tests mit stundenlangen Warteschlangen zu kämpfen. Ein schrittweiser Rollout ermöglicht es, Personal in Wellen umzuschichten und zusätzliche automatisierte Grenzkontrollstellen zu installieren, bevor das Passagieraufkommen seinen Höhepunkt erreicht. Reiseverantwortliche sollten dennoch ab dem Start der 180-Tage-Frist mehr Umsteigezeit für Nicht-EU-Entsandte einplanen.
Der Text stellt zudem klar, dass eine Diskrepanz in der EES-Datenbank allein keinen automatischen Einreiseverweigerungsgrund darstellt – ein wichtiger Punkt im Hinblick auf Datenschutzbedenken, die von der belgischen Datenschutzbehörde geäußert wurden. Die Verkehrsminister werden voraussichtlich nächste Woche die Einigung absegnen, was den Weg für eine Plenarabstimmung im Mai und eine Kommissionsentscheidung zum offiziellen Starttermin ebnet – dieser wird allgemein für Anfang Juni erwartet. Große multinationale Unternehmen mit häufigen Kurzzeitbesuchern wird empfohlen, ihre Reisendenprofile zu überprüfen, sicherzustellen, dass Passdaten maschinenlesbar sind, und ihre Informationsmaterialien vor Reiseantritt zu aktualisieren. Fluggesellschaften, die Crewwechsel über Belgien abwickeln, sollten ihren Ausnahmestatus bestätigen und sicherstellen, dass Crewlisten im korrekten Format eingereicht werden, sobald das Stempeln entfällt.
Mit der geplanten Einführung der ETIAS-Reisegenehmigung im Jahr 2027 signalisiert der EES-Kompromiss, dass Europas Grenzmanagement-Puzzle endlich zusammengefügt wird – wenn auch in einem Tempo, das eine Wiederholung des Chaos-Sommers am Flughafen Brüssel-Zaventem vermeiden soll.
Quelle: Brussels Post
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