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Lufthansa-Kabinenpersonalstreik legt Flüge von Frankfurt nach São Paulo und von München nach Rio bis zum 16. April lahm

Apr. 15, 2026
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Lufthansa-Kabinenpersonalstreik legt Flüge von Frankfurt nach São Paulo und von München nach Rio bis zum 16. April lahm
Geschäftsreisende nach Brasilien müssen sich auf den dritten Streiktag in Folge einstellen: Die deutsche Kabinengewerkschaft UFO hat für den 15. und 16. April 2026 Arbeitsniederlegungen bei Lufthansa und Lufthansa CityLine bestätigt. Dieser Streik folgt auf einen 48-stündigen Pilotenstreik, der bereits rund 1.900 Flüge gestrichen hatte. Laut Deutsche Welle wurden am 14. April die Flüge LH 500 (Frankfurt–Rio de Janeiro) und LH 506 (Frankfurt–São Paulo) gestrichen, ebenso die Rückflüge LH 501 und LH 507. Auch die Verbindungen ab München nach Brasilien sind betroffen. Das interne Reisebüro-Merkblatt TWP 2608 von Lufthansa empfiehlt Reisebüros, Passagiere für Reisen bis zum 16. April kostenfrei umzubuchen oder zu erstatten.

Operative Auswirkungen: Die Slot-Koordinationsdaten des Frankfurter Flughafens zeigen während des Streikzeitraums einen Rückgang der Langstrecken-Sitzplatzkapazität auf Brasilien-Strecken um 42 Prozent. Dies zwingt Passagiere von LATAM und Air France–KLM im Codeshare zu kurzfristigen Umleitungen über Madrid, Lissabon und Istanbul. Der Flughafen São Paulo-GRU bittet Firmenreisemanager, die Abholzeiten am Ankunftsterminal zu staffeln, um Staus beim Abfertigen des Rückstaus zu vermeiden.

Lufthansa-Kabinenpersonalstreik legt Flüge von Frankfurt nach São Paulo und von München nach Rio bis zum 16. April lahm


Checkliste für Mobilitätsteams: 1) Prüfen Sie, ob Reisende auf gestrichenen LH-Flügen automatisch auf Star-Alliance-Partner TAP Air Portugal (über Lissabon) oder Swiss (über Zürich) umgebucht wurden. 2) Erinnern Sie Mitarbeiter daran, dass die deutsche Fluggastrechteverordnung EU 261 entspricht und ihnen neben Hotel- und Essensgutscheinen eine Entschädigung von bis zu 600 Euro zusteht – auch bei Endzielen in Brasilien. 3) Bei zeitkritischen Meetings sollte eine virtuelle Teilnahme erwogen werden, da Lufthansa vor „stark eingeschränkter“ Umbuchungsverfügbarkeit bis zum 23. April warnt.

Hintergrund: Die Kabinengewerkschaft fordert inflationsindexierte Lohnerhöhungen und die Wiederherstellung von Rentenleistungen. Die Unternehmensleitung verweist darauf, dass die Angebote bereits „Branchenstandards“ entsprechen, und kritisiert das „unverhältnismäßige“ Timing kurz vor dem Sommerflugplanwechsel. Die Verhandlungen werden vom Bundesbeauftragten für Schlichtungen begleitet, eine neue Sitzung ist erst für den 18. April geplant – weitere Störungen sind daher nicht ausgeschlossen.

Ausblick: Sollte der Streik andauern, könnten auch gekühlte Frachttransporte beeinträchtigt werden – Pharmaunternehmen sind auf die Frachtraumkapazitäten in den Großraumflugzeugen von Lufthansa für Exporte nach São Paulo angewiesen. Mobilitätsmanager sollten die Hinweise der Airlines genau verfolgen und erwägen, dringende Sendungen auf LATAM Cargo oder Emirates SkyCargo über Dubai umzuleiten, wobei Emirates aufgrund von Luftraumbeschränkungen im Nahen Osten ebenfalls mit einem Mangel an Großraumflug-Slots kämpft.
Quelle: Terra / Deutsche Welle

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