
Bei einem Zwischenbericht am 17. April erklärte die stellvertretende Ministerin für Europäische Angelegenheiten, Marilena Raouna, dass die zyprische Ratspräsidentschaft die Verhandlungen über die Regeln zu „sicheren Drittstaaten“ und „sicheren Herkunftsländern“ bereits abgeschlossen hat und nun die politisch sensiblen Rückführungsverordnungen auf Ministerebene vorantreibt. Technische Gespräche im ersten Quartal 2026 führten zu einem konsolidierten Text, der beschleunigte Verfahren und gegenseitige Anerkennungsstandards für Ausweisungsbeschlüsse definiert – zentrale Themen für Länder an der EU-Außengrenze wie Zypern, Griechenland und Italien. Ziel der Präsidentschaft ist es, vor Ende der Amtszeit im Juni 2026 eine politische Einigung mit dem Europäischen Parlament zu erzielen. Raouna betonte, dass das Kompromisspaket schnellere Rückführungen mit verstärkten rechtlichen Schutzmaßnahmen und Finanzierungen für Reintegration verbindet, um sowohl sicherheitsorientierte Mitgliedstaaten als auch menschenrechtsfokussierte Abgeordnete zufriedenzustellen. Für Akteure im Bereich Mobilität wird das Ergebnis die Pflichten der Arbeitgeber bei abgelehnten Arbeitserlaubnisanträgen oder erloschenen Aufenthaltsrechten prägen. Ein vereinfachter EU-Rückführungsrahmen beeinflusst zudem die Umzugsfristen für Entsandte, deren Familienangehörige noch Asylanträge offen haben. Blickt man voraus, wird Zypern am 23. und 24. April einen informellen Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs ausrichten, um den Fortschritt zu bewerten. Raouna kündigte an, dass vor der Übergabe der Präsidentschaft an Dänemark am 1. Juli weitere Fortschritte beim digitalisierten Schengen-Grenzkodex und der Interoperabilität des Ein- und Ausreisesystems erwartet werden.
Quelle: Government of Cyprus