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Zypern verhängt Geldstrafe von 156.000 € gegen Arbeitgeber wegen illegaler Beschäftigung von Drittstaatsangehörigen

Apr. 17, 2026
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Zypern verhängt Geldstrafe von 156.000 € gegen Arbeitgeber wegen illegaler Beschäftigung von Drittstaatsangehörigen
Der Ausländer- und Einwanderungsdienst Zyperns hat Verwaltungsstrafen in Höhe von 156.000 Euro gegen 24 Unternehmen verhängt, die bei Kontrollen zwischen dem 25. April und 2. Mai in den Bezirken Larnaka und Famagusta 34 unerlaubt beschäftigte Drittstaatsangehörige beschäftigt hatten. Die Aktion ist Teil einer verstärkten Arbeitsmarktüberprüfung, die darauf abzielt, Netzwerke zur Förderung irregulärer Migration zu zerschlagen. Nach zyprischem Recht drohen bei illegaler Beschäftigung von Nicht-EU-Bürgern Geldstrafen von bis zu 20.000 Euro pro Arbeitnehmer sowie bei Wiederholungstätern Haftstrafen von bis zu fünf Jahren. Behörden berichten, dass trotz wiederholter Aufklärungskampagnen des Arbeitsministeriums insbesondere die Bau-, Gastronomie- und Agrarlebensmittelbranche weiterhin Brennpunkte sind. Für multinationale Unternehmen auf der Insel lautet die Botschaft klar: Lieferantenmanagement und Arbeitsberechtigungsprüfungen müssen verschärft werden. Globale Mobilitätsteams müssen sicherstellen, dass alle Auftragnehmer in ihrer Lieferkette die seit dem 2. April 2026 geltenden aktualisierten Migrationsantragsformulare verwenden und neue Mitarbeiter innerhalb von zehn Arbeitstagen nach Ankunft biometrisch registriert werden. Die Durchsetzungsmaßnahmen haben auch eine Compliance-Komponente: Unternehmen, die vom renommierten zyprischen „Fast-Track Business Facilitation Unit“-Programm profitieren, riskieren bei Nachweis nicht angemeldeter Mitarbeiter vor Ort den Ausschluss aus dem Programm. Um dem vorzubeugen, empfehlen Umzugsberater vierteljährliche interne Audits und die Nutzung des elektronischen Arbeitsgenehmigungsregisters, das eine Echtzeit-Validierung von Aufenthalts- und Beschäftigungsstatus ermöglicht. Über die Unternehmens-Compliance hinaus hat die Durchsetzungsinitiative auch politische Bedeutung: Angesichts bevorstehender Parlamentswahlen und steigender Asylbewerberzahlen will die Regierung ihre Kontrolle über den Arbeitsmarkt demonstrieren – ein zentrales Kriterium, das Brüssel im Rahmen von Zyperns Schengen-Beitrittsbestrebungen 2026 genau beobachtet.

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