
Kubaner, die für Kurzaufenthalte nach Belgien reisen, müssen ihre Schengen-Visumanträge künftig beim Generalkonsulat Spaniens in Havanna einreichen. Das spanische Konsulat gab am 18. April 2026 bekannt, dass es ab dem 1. Mai 2026 im Rahmen eines Vertretungsabkommens die Bearbeitung belgischer Kurzzeitvisa (Typ C) übernimmt, nachdem die 123 Jahre alte belgische Botschaft in der kubanischen Hauptstadt geschlossen wurde. Für nationale Langzeitvisa bleibt weiterhin die belgische Behörde zuständig.
Belgien hatte im November 2025 beschlossen, acht Auslandsvertretungen, darunter auch die in Havanna, aus Kostengründen und im Zuge der Konsolidierung konsularischer Dienste in regionalen „Hubs“ zu schließen. Das karibische Ressort (Kuba, Haiti und Dominikanische Republik) wird künftig von Panama-Stadt aus betreut.
Um eine Versorgungslücke für Besucher Belgiens und belgische Staatsbürger in Kuba zu vermeiden, berief sich Brüssel auf die Schengen-Verordnung (EG) 810/2009, die es einem Mitgliedstaat ohne lokale Vertretung erlaubt, die Visumerteilung an einen anderen Schengen-Partner zu delegieren.
Für kubanische Antragsteller ändert sich an den Abläufen wenig: Termine werden weiterhin online gebucht, die Gebühr von 90 Euro bleibt bestehen, und die grundlegenden Anforderungen (Reisekrankenversicherung, Finanznachweis, Unterkunft und Rückflugticket) bleiben unverändert.
Neu ist jedoch die längere Wartezeit. Das spanische Konsulat in Havanna vertritt bereits mehrere EU-Staaten und bearbeitet monatlich Tausende Anträge. Experten warnen, dass die Wartezeiten für Termine ohne zusätzliches Personal über die derzeitigen sechs Wochen hinaus ansteigen könnten. Unternehmen, die kubanische Techniker für Installationen oder Schulungen nach Belgien entsenden, sollten daher frühzeitiger planen. Ein verpasster Schengen-Termin könnte die Einarbeitung verzögern und Projektfristen gefährden, insbesondere da das neue EU-Einreise-/Ausreisesystem nun die Aufenthaltsdauer minutengenau erfasst.
Die Übergabe unterstreicht zudem einen Trend, bei dem kleinere EU-Länder die Visumbearbeitung an größere Partner mit globalen Netzwerken auslagern – eine Kostenersparnis, die jedoch in stark nachgefragten Märkten zu Engpässen führen kann. Belgien nutzt bereits ausgelagerte Partner für die biometrische Datenerfassung in Teilen Afrikas und Asiens; Beobachter erwarten weitere Vertretungsabkommen, da die Haushalte der Außenministerien in Europa zunehmend unter Druck stehen.
Belgien hatte im November 2025 beschlossen, acht Auslandsvertretungen, darunter auch die in Havanna, aus Kostengründen und im Zuge der Konsolidierung konsularischer Dienste in regionalen „Hubs“ zu schließen. Das karibische Ressort (Kuba, Haiti und Dominikanische Republik) wird künftig von Panama-Stadt aus betreut.
Um eine Versorgungslücke für Besucher Belgiens und belgische Staatsbürger in Kuba zu vermeiden, berief sich Brüssel auf die Schengen-Verordnung (EG) 810/2009, die es einem Mitgliedstaat ohne lokale Vertretung erlaubt, die Visumerteilung an einen anderen Schengen-Partner zu delegieren.
Für kubanische Antragsteller ändert sich an den Abläufen wenig: Termine werden weiterhin online gebucht, die Gebühr von 90 Euro bleibt bestehen, und die grundlegenden Anforderungen (Reisekrankenversicherung, Finanznachweis, Unterkunft und Rückflugticket) bleiben unverändert.
Neu ist jedoch die längere Wartezeit. Das spanische Konsulat in Havanna vertritt bereits mehrere EU-Staaten und bearbeitet monatlich Tausende Anträge. Experten warnen, dass die Wartezeiten für Termine ohne zusätzliches Personal über die derzeitigen sechs Wochen hinaus ansteigen könnten. Unternehmen, die kubanische Techniker für Installationen oder Schulungen nach Belgien entsenden, sollten daher frühzeitiger planen. Ein verpasster Schengen-Termin könnte die Einarbeitung verzögern und Projektfristen gefährden, insbesondere da das neue EU-Einreise-/Ausreisesystem nun die Aufenthaltsdauer minutengenau erfasst.
Die Übergabe unterstreicht zudem einen Trend, bei dem kleinere EU-Länder die Visumbearbeitung an größere Partner mit globalen Netzwerken auslagern – eine Kostenersparnis, die jedoch in stark nachgefragten Märkten zu Engpässen führen kann. Belgien nutzt bereits ausgelagerte Partner für die biometrische Datenerfassung in Teilen Afrikas und Asiens; Beobachter erwarten weitere Vertretungsabkommen, da die Haushalte der Außenministerien in Europa zunehmend unter Druck stehen.
Quelle: CiberCuba
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