Große Reform angekündigt: Australien stellt „Skills in Demand“-Visum vor und geht gegen „Visa-Hopping“ vor
Ottawa startet einmonatige öffentliche Konsultation zur umfassenden Überarbeitung des Express Entry-Systems
China begrüßt 30 % Anstieg bei visafreien Einreisen und signalisiert weitere Öffnung für Geschäftsreisende
Neueste Nachrichten
Großbritannien und Frankreich einigen sich auf Sicherheitsabkommen für den Ärmelkanal im Wert von 660 Millionen Pfund
London wird in den nächsten drei Jahren bis zu 660 Millionen Pfund investieren, um französische Patrouillen, Drohnen und Haftkapazitäten entlang des Ärmelkanals zu verstärken. Die ergebnisorientierte Finanzierung zielt darauf ab, die Anzahl der Überfahrten mit kleinen Booten zu verringern und indirekt die Staus an den britischen Häfen zu reduzieren. Unternehmen, die Mitarbeiter oder Waren über die Dover-Calais-Route transportieren, sollten sich auf kurzfristige Beeinträchtigungen während des Ausbaus einstellen, könnten jedoch langfristig von reibungsloseren Grenzabläufen profitieren.
Bpost-Streik legt Brüsseler Postnetz lahm und verzögert Ausweiskarten
Ein vier Wochen andauernder Streik bei Bpost hat alle Sortierzentren in Brüssel lahmgelegt und die Zustellung von Aufenthaltstiteln, Arbeitserlaubnisbriefen und anderer offizieller Post gestoppt. Arbeitgeber sehen sich mit Verzögerungen bei der Einstellung neuer Mitarbeiter konfrontiert und greifen auf Kurierdienste oder gelegentliche Abholungen bei den Gemeinden zurück; selbst bei einer Einigung könnten die Rückstände noch eine weitere Woche andauern.
Italiens Luftfahrtbranche fordert Innenministerium auf, Schalter für Ein- und Ausreisesystem nach dreistündigen Grenzwartezeiten zu ermöglichen
Flughafen- und Fluggesellschaftsverbände haben am 23. April einen gemeinsamen Brief an Innenminister Piantedosi geschickt und fordern die Befugnis, das biometrische EU-Ein- und Ausreisesystem auszusetzen, wenn die Warteschlangen die Sicherheitsgrenzen überschreiten. Sie warnen, dass Wartezeiten von bis zu drei Stunden vor dem Urlaubsansturm zu einem operativen Zusammenbruch führen könnten und die Fluggesellschaften mit hohen Entschädigungskosten konfrontieren könnten. Geschäftsreisenden wird empfohlen, mehr Zeit einzuplanen und italienische Aufenthaltstitel mitzuführen.
Die Woiwodschaft Warschau warnt vor einem Fingerabdruck-Ausfall am Freitag, während Polen das Einwanderungsportal MOS 2.0 vorbereitet
Die Woiwodschaft Masowien in Warschau hat angekündigt, dass am 24. April 2026 keine Fingerabdrücke genommen und keine Aufenthaltstitel ausgestellt werden können. Grund dafür ist die Umstellung der Daten durch Techniker auf das neue elektronische System MOS 2.0, das ab dem 27. April landesweit verpflichtend ist. Arbeitgeber und Antragsteller werden dringend gebeten, biometrische Termine neu zu planen und vollständige elektronische Akten sicherzustellen, da Papierunterlagen künftig nicht mehr akzeptiert werden. Die Ausfallzeit könnte zu Verzögerungen beim Arbeitsbeginn von Nicht-EU-Mitarbeitern führen, die ihre biometrischen Daten noch nicht eingereicht haben.
ICE stuft mehr I-9-Fehler als „wesentlich“ ein und erhöht damit deutlich die Haftung der Arbeitgeber
Die Richtlinie von ICE vom 23. April erweitert die Liste der als „wesentliche“ Fehler bei Formular I-9 eingestuften Mängel, die nun automatisch mit Bußgeldern belegt werden. Fehlende Geburtsdaten, Einstellungsdaten, fehlende Kontrollkästchen bei der Fernüberprüfung und unvollständige elektronische Unterschriftsprotokolle gehören zu den neu erfassten Fehlern, was insbesondere HR-Teams, die elektronische I-9-Systeme nutzen, ins Visier nimmt. Multinationale Unternehmen sollten bestehende Formulare und Software umgehend überprüfen, um hohe Strafen zu vermeiden.
Australien veröffentlicht neue Bearbeitungszeiten für Visa: Kernkompetenzen verzögern sich, Spezialisten werden bevorzugt behandelt
Aktuelle Statistiken des Innenministeriums zeigen, dass die Bearbeitungszeit für Subclass-482-Core-Skills-Visa nun bis zu acht Monate beträgt, während Fälle mit hochdotierten Spezialistenvisa innerhalb einer Woche abgeschlossen werden können. Dauerhafte und regionale Arbeitgebervisa dauern weiterhin über acht Monate. Diese Entwicklung zwingt Unternehmen, ihre Einstellungspläne zu überdenken und Führungspositionen verstärkt in schnellere Verfahren zu verlagern.
Der Flughafen Brüssel bereitet sich auf 1,3 Millionen Passagiere in den Frühlingsferien vor
Der Flughafen Brüssel erwartet während der Frühlingsschulferien (27. April bis 12. Mai) 1,3 Millionen Reisende – ein Anstieg von fast 8 % im Vergleich zu 2025. Passagiere werden gebeten, bei Flügen innerhalb des Schengen-Raums zwei Stunden und bei Flügen außerhalb des Schengen-Raums drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, da mit Rekordaufkommen und dem bevorstehenden EU-Einreise-/Ausreisesystem gerechnet wird. Arbeitgeber sollten längere Umsteigezeiten einplanen und nicht-EU-Mitarbeiter auf biometrische Grenzkontrollen vorbereiten.
EU-Gipfel löst umfassende Straßen-, Luftraum- und Drohnenbeschränkungen in ganz Zypern aus
Die Polizei auf Zypern hat Drohnen verboten, eine NAVTEX-Warnung herausgegeben und für den 23. bis 24. April während des EU-Gipfels in Nikosia, Larnaka und Ayia Napa stufenweise Straßensperrungen angekündigt. Geschäfts- und Freizeitreisende müssen mit längeren Fahrzeiten rechnen und sollten die aktuellen Informationen zu Flug- und Bodentransportverbindungen prüfen. Die Einschränkungen verdeutlichen die logistische Herausforderung der zyprischen EU-Ratspräsidentschaft, könnten jedoch kurzfristig Unternehmensabläufe und Lieferketten beeinträchtigen.
Lufthansa streicht bis Oktober 20.000 Kurzstreckenflüge wegen kriegsbedingter Treibstoffkosten
Die Lufthansa Group streicht zwischen April und Oktober 2026 rund 20.000 Kurzstreckenflüge, um die stark gestiegenen Kerosinkosten infolge des Iran-Konflikts auszugleichen. Obwohl die Gesamtkapazität um weniger als 1 % sinkt, werden viele Inlands- und Regionalverbindungen ab Frankfurt und München gestrichen, was Geschäftsreisende zu längeren Umsteigeverbindungen und teureren verbleibenden Flügen zwingt. Unternehmen sollten ihre Reiserichtlinien überprüfen und wichtige Reisen frühzeitig neu planen.
Finnair verzeichnet starke Ergebnisse im ersten Quartal 2026 und kündigt mehr Langstreckenkapazitäten für Geschäftsreisende an
Finnairs Umsatz im ersten Quartal 2026 stieg um 12 Prozent auf 778 Millionen Euro, und die Fluggesellschaft erreichte fast die Gewinnschwelle, gestützt durch eine Auslastung von 87 Prozent auf den Asien-Strecken. Das Management plant, die Verbindungen nach Osaka und Guangzhou wieder aufzunehmen und ab Juli die Frequenzen nach Delhi und Singapur zu erhöhen, trotz steigender Kerosinkosten. Reiseleiter sollten mit einem größeren Sitzplatzangebot rechnen, jedoch aufgrund der EES-Grenzkontrollen in Helsinki zusätzliche Umsteigezeiten einplanen.
Großbritannien und Frankreich unterzeichnen Dreijahresvertrag über 662 Millionen Euro zur Eindämmung der Migrantenüberfahrten im Ärmelkanal
Paris und London haben eine dreijährige Strategie im Wert von 662 Millionen Euro vereinbart, um die Polizeipatrouillen, maritime Abfangmaßnahmen und Hightech-Überwachung an der Nordküste Frankreichs zu verstärken und so die Überfahrten mit kleinen Booten über den Ärmelkanal zu reduzieren. Die von Großbritannien bereitgestellten Mittel werden die französischen Patrouillenkräfte um mehr als die Hälfte aufstocken und den Einsatz von Drohnen, KI-Kameras sowie neuen Schnellbooten ermöglichen. Die verschärften Kontrollen werden voraussichtlich die Abfertigungszeiten für Fracht- und Passagierverkehr zwischen den beiden Ländern verlängern, was direkte Auswirkungen auf Lieferketten von Unternehmen und Geschäftsreisende haben wird.
Zweiter Londoner U-Bahn-Streik in dieser Woche lähmt Geschäftsreisen
Ein 24-stündiger U-Bahn-Streik, der am 23. April um 12 Uhr begann, hat wichtige Linien, darunter die Piccadilly-Linie zum Flughafen Heathrow, lahmgelegt und die Besucherzahlen im Zentrum Londons stark reduziert. Da weitere Streiks angekündigt sind, stehen Unternehmen vor höheren Transferkosten und Produktivitätsverlusten, sofern keine alternativen Transportmöglichkeiten organisiert werden.
Indien erweitert e-Visum-Programm um 14 Seehäfen – Gesamtzahl der ICPs steigt auf 114
Indien hat sein e-Visum-Programm auf 14 weitere Seehäfen ausgeweitet, wodurch sich die Gesamtzahl der zugelassenen Einreisepunkte auf 114 erhöht. Diese Erweiterung bietet Kreuzfahrtveranstaltern, Reedereien und Geschäftsreisenden deutlich mehr Küstenoptionen für die Einreise ohne herkömmliches Visum mit Aufkleber, wobei die Abläufe und Dokumentenkontrollen unverändert bleiben. Für Unternehmen bedeutet dies eine schnellere Abwicklung bei der Anreise zu den Häfen in Gujarat und Tamil Nadu sowie weniger teure Umwege über große Flughäfen.
Bericht zeigt: Nur 8 % der ausländischen Arbeitskräfte erhalten Genehmigungen im Rahmen des ausgeweiteten „Decreto Flussi“ Italiens
Neue Zahlen vom 23. April zeigen, dass weniger als einer von zwölf ausländischen Arbeitskräften, die im Rahmen des „decreto flussi“ 2025 eine Quote erhalten haben, tatsächlich eine Aufenthaltserlaubnis bekommen haben. In einigen Provinzen wurde kaum eine einzige Genehmigung ausgestellt. Der bürokratische Engpass führt zu Arbeitskräftemangel in den Branchen und drängt Migranten in eine illegale Situation, was Forderungen nach einer dringenden Reform des Verfahrens laut werden lässt.