
Da der Osterverkehr weiterhin stark zunimmt und das EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) erst seit zwei Wochen in Betrieb ist, berichten britische Passagiere von Wartezeiten von bis zu drei Stunden an den Flughäfen Palma, Madrid-Barajas und Málaga. Der Flughafenbetreiber AENA hat nun das Personal an vorderster Front angewiesen, Familien und mobilitätseingeschränkte Passagiere zu den herkömmlichen Passstempel-Schaltern umzuleiten, sobald die Warteschlangen an den biometrischen Kiosken 25 Minuten überschreiten. Interne Anweisungen erlauben zudem den Slot-Koordinierungsteams, Ankünfte während der Spitzenzeiten zu staffeln – ein Verfahren, das am vergangenen Wochenende erstmals in Málaga getestet wurde. Obwohl diese Maßnahmen nicht an die vorübergehende Aussetzung des EES in Griechenland heranreichen, stellen sie Spaniens erste bedeutende operative Anpassung an das EU-weit vorgeschriebene System dar. Branchenverbände wie ABTA begrüßen die Schritte, warnen jedoch, dass Personalengpässe bis in die Sommersaison hinein bestehen bleiben könnten, sofern die Zahl der Grenzbeamten nicht erhöht wird. Ryanairs CEO Michael O’Leary bezeichnete die Einführung öffentlich als „Chaos“ und verschärft die Check-in-Schlusszeiten an Flughäfen, um unvorhersehbare Warteschlangen auszugleichen. Geschäftsreisende sollten die in Echtzeit alle 30 Minuten auf der AENA-Website veröffentlichten Warteschlangendaten prüfen und längere Umsteigezeiten für inner-schengener Flüge ab Spanien einplanen. Reisenden, die ihre EES-Registrierung noch nicht abgeschlossen haben, wird empfohlen, bis zur Stabilisierung des neuen Ablaufs mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Quelle: Majorca Daily Bulletin