
The Guardian berichtet, dass britische Fluggesellschaften grünes Licht erhalten haben, um Flüge zu streichen oder zusammenzulegen, um den knappen Kerosinverbrauch zu senken und den Sommerbetrieb planbar zu halten. Laut einem am 3. Mai veröffentlichten Entwurf dürfen Airlines Flüge mindestens zwei Wochen im Voraus stornieren oder mehrere Abflüge auf derselben Strecke zusammenlegen, ohne dabei ihre zugewiesenen Slots am Flughafen zu verlieren. Rob Bishton, CEO der Civil Aviation Authority, begrüßte diese Flexibilität und betonte, dass sie den Airlines ermögliche, die Vernetzung zu sichern und den Reisenden gleichzeitig ausreichend Zeit zur Umplanung zu geben. Branchenkreise berichten, dass British Airways und easyJet bereits Szenarien durchgespielt haben, bei denen 1 bis 3 Prozent der Sommerkapazitäten gestrichen werden – vor allem außerhalb der Hauptverkehrszeiten, mit alternativen Optionen am selben Tag. Die Gesetzesinitiative folgt auf einen hochrangigen Gipfel zwischen Verkehrsministerin Heidi Alexander und Führungskräften von Heathrow, Gatwick, Virgin Atlantic und weiteren Beteiligten. Dabei wurde mitgeteilt, dass die europäischen Kerosinvorräte auf dem niedrigsten Stand seit 2017 sind und eine weitere Eskalation im Nahen Osten innerhalb von sechs Wochen zu einem Versorgungsengpass führen könnte. Verbraucherschutzorganisationen unterstützen die vorbeugenden Stornierungen weitgehend und weisen darauf hin, dass Passagiere, deren Flug mehr als 14 Tage vor Abflug gestrichen wird, keinen Anspruch auf eine Entschädigung nach UK 261 haben, jedoch weiterhin Anspruch auf Rückerstattung oder Umbuchung besteht. Reiseversicherer haben begonnen, ihre Firmenkunden per E-Mail über die Auslöser für den Versicherungsschutz zu informieren und empfehlen eine frühzeitige Anmeldung, um mögliche Verzögerungen abzufedern. Für Mobilitätsmanager ergibt sich daraus eine klare Handlungsanweisung: Kritische Dienstreisen jetzt fest buchen, tägliche Änderungen im GDS im Blick behalten und großzügige Zeitpuffer in die Reisepläne einbauen – besonders bei mehrteiligen Langstreckenverbindungen, die auf Londoner Drehkreuze angewiesen sind.
Quelle: The Guardian
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