
Angesichts einer von Branchenführern als 25 % bezeichneten Personallücke plant die Eigentümergemeinschaft von Richland Gardens in Kowloon Bay, 31 Sicherheitskräfte aus dem chinesischen Festland im Rahmen des Hongkonger Zusatzarbeitsprogramms anzuwerben. Dieser Plan, der der South China Morning Post am 3. Mai bestätigt wurde, hat in den sozialen Medien für Kritik gesorgt und im Legislativrat Fragen zur Wettbewerbsfähigkeit der Löhne aufgeworfen. Verbände der Immobilienverwaltung führen den Mangel auf eine alternde lokale Belegschaft, niedrige Einstiegsgehälter (etwa 16.000 HK$ pro Monat) und die Wahrnehmung zurück, dass Sicherheitsjobs begrenzte Aufstiegschancen bieten. Seit 2023 hat die Regierung rund 4.800 Anträge auf Arbeitskräfteimport in den Bereichen Reinigung, Altenpflege und Bau genehmigt; Sicherheitskräfte kommen nun hinzu. Befürworter betonen, dass die grenzüberschreitend rekrutierten Mitarbeiter Hintergrundprüfungen durchlaufen, die mit denen lokaler Angestellter vergleichbar sind, und dass sie es den ansässigen Arbeitskräften ermöglichen, in höher bezahlte Positionen als Facility Officer aufzusteigen. Kritiker hingegen fordern, dass Arbeitgeber die Löhne erhöhen und in Aus- und Weiterbildung investieren sollten, anstatt sich auf billigere Arbeitskräfte zu verlassen. Für Unternehmen, die Mitarbeiter nach Hongkong versetzen, ist der Streit eine Erinnerung daran, dass die angespannte Arbeitsmarktsituation Auswirkungen auf Zugangsregelungen zu Gebäuden, Concierge-Dienste und sogar Verhandlungen über Firmenmietverträge haben kann. Personalabteilungen sollten prüfen, ob Vermieter Sicherheitsdienste an Firmen auslagern, die importiertes Personal einsetzen, und Service-Level-Agreements hinsichtlich Englischkenntnissen und Notfalltrainings überprüfen. Das Personalausschuss des Legislativrats wird voraussichtlich noch in diesem Monat Anhörungen abhalten. Je nach Ergebnis könnte das Arbeitsamt strengere Lokalisierungsanforderungen einführen, die sich auch auf andere stark von globaler Mobilität betroffene Sektoren wie Corporate Housing und Serviced Apartments auswirken.
Quelle: South China Morning Post
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