
Ein bedeutender Impuls für den Südostasien-Reiseverkehr: Die Generaldirektion für Zivilluftfahrt der Vereinigten Arabischen Emirate erklärte am 4. Mai den Luftraum des Landes für „vollständig wiederhergestellt“ und hob damit alle im Februar während des Höhepunkts des US-Iran-Konflikts verhängten Beschränkungen auf. Die Flughäfen in Dubai und Abu Dhabi erhöhen nun ihre Kapazitäten, wobei Dubai Airports ankündigt, die Flugbewegungen „entschlossen auf das Niveau vor dem Konflikt“ zu steigern. Für indische Reisende bedeutet die Wiedereröffnung das Ende wochenlanger Kapazitätsbeschränkungen, die Umleitungen über Muscat und Colombo erzwangen und die Flugpreise um bis zu 60 % in die Höhe trieben. Indien war bereits vor dem Konflikt der größte Quellmarkt für den Dubai International Airport mit 2,5 Millionen Passagieren im ersten Quartal 2026; Fluggesellschaften rechnen mit einer starken Nachfragesteigerung für Geschäftsreisen und Besuche bei Freunden und Verwandten im Sommer. Etihad, Emirates und flydubai haben 96 % ihres globalen Streckennetzes wieder aufgenommen, und indische Airlines haben tägliche Doppelverbindungen auf Hauptstrecken wie Delhi–Dubai und Mumbai–Abu Dhabi wieder eingeführt. Laut der Branchen-Datenfirma Cirium wurden während der Schließung mehr als 11.000 Flüge gestrichen; die Flugpläne sollen bis Mitte Mai vollständig wiederhergestellt sein. Firmenreiseteams sollten ihre Reisehinweise überarbeiten: Das indische Außenministerium hat seine Empfehlung, nicht notwendige Reisen in den Golfstaaten zu verschieben, zurückgezogen, doch Versicherer könnten Kriegskostenaufschläge noch einige Wochen beibehalten. Logistikmanager, die wertvolle Fracht transportieren, sollten zudem beachten, dass die nächtlichen Ausgangssperren auf den Frachtgeländen des Flughafens Sharjah aufgehoben wurden. Flughäfen in Bahrain und Katar sind weiterhin geöffnet, allerdings mit Einschränkungen bei den Routen über die nördlichen Golfkorridore. Reiseberater empfehlen, Flugpläne 48 Stunden vor Abflug zu prüfen, da einige Airlines ihre Blockzeiten noch anpassen, während sich der regionale Flugverkehr neu verteilt.
Quelle: Euronews