
Indien weist Nepals neue Einwände gegen die Nutzung des Lipulekh-Passes für die jährliche Kailash-Mansarovar-Yatra zurück und bezeichnet Kathmandus Behauptungen als „weder gerechtfertigt noch historisch fundiert“. In einer Erklärung vom 4. Mai bekräftigte der Sprecher des Außenministeriums, Randhir Jaiswal, dass indische Pilger seit 1954 den Lipulekh-Pass nutzen und die Route – die den Distrikt Pithoragarh in Uttarakhand mit Purang in Tibet verbindet – für die Yatra-Saison 2026, die nächsten Monat beginnt, offenbleiben wird. Der diplomatische Streit entfacht erneut den langjährigen Grenzkonflikt an der Dreiländerecke, wo Indien, Nepal und China aufeinandertreffen. Das nepalesische Außenministerium hatte letzte Woche die „einseitige“ Nutzung nepalesischen Territoriums kritisiert und Indien aufgefordert, einen alternativen Korridor zu wählen. Indien hält dagegen, dass Lipulekh zu seinem souveränen Gebiet gehört und etwaige Grenzfragen durch etablierte bilaterale Mechanismen und nicht durch öffentliche Erklärungen geklärt werden sollten. Für Mobilitäts- und Reisemanagement-Teams, die große Unternehmens- oder Mitarbeiter-Pilgergruppen koordinieren, bringt diese Bestätigung willkommene Klarheit. Im vergangenen Jahr unternahmen mehr als 8.000 Inder die hochalpine Pilgerreise – viele davon von Arbeitgebern im Rahmen von CSR- oder Glaubensurlauben gesponsert – und Reiseveranstalter hatten gewarnt, dass eine kurzfristige Routenänderung teure Neugenehmigungen und logistische Umstellungen nach sich ziehen würde. China, das die eigentlichen Einreisegenehmigungen für den Mount Kailash und den Mansarovar-See in der Autonomen Region Tibet ausstellt, hat sich bislang nicht geäußert. Quellen in Neu-Delhi berichten, dass Peking seine Richtlinien für die Yatra 2026 innerhalb der nächsten zwei Wochen veröffentlichen wird, einschließlich möglicher Gesundheitskontrollen nach der Pandemie. Antragsteller benötigen in der Regel einen mindestens sechs Monate gültigen indischen Reisepass, ein chinesisches Gruppenvisum sowie eine spezielle Hochgebirgs-Krankenversicherung. Obwohl die Grenzspannungen zwischen Indien und Nepal gelegentlich aufflammen, wurden vergangene Yatras selten vollständig ausgesetzt. Dennoch wird Organisationen, die Mitarbeiter entsenden, geraten, die Hinweise des Außenministeriums genau zu verfolgen, Rücklagen für Hubschrauber-Evakuierungen (Kosten bis zu ₹250.000 pro Einsatz) bereitzuhalten und sicherzustellen, dass Reisende ihre gedruckten Genehmigungen mitführen, die Expeditionsleiter an mehreren Kontrollpunkten auf beiden Seiten der Grenze vorzeigen müssen.
Quelle: News On AIR (Prasar Bharati)
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