
Das Streikbeobachtungszentrum des italienischen Verkehrsministeriums bestätigt einen landesweiten 24-Stunden-Streik der Hafenarbeiter, vertreten durch USB Lavoro Privato, am Dienstag, den 7. Mai, von 00:00 bis 23:59 Uhr. Die Aktion betrifft Beschäftigte von Hafenbehörden und Terminalbetreibern, die unter die Artikel 16-18 des Gesetzes 84/94 fallen, wobei sich auch die Gewerkschaft UGL Mare e Porti offiziell dem Protest anschließt. Während die Vorschriften für Notfalldienste vorschreiben, dass Sicherheit und Notbergung gewährleistet bleiben müssen, wird mit erheblichen Verzögerungen beim Containerumschlag, der Schüttgutabfertigung und der Einschiffung von Autofähren in Genua, Gioia Tauro, Livorno und Triest gerechnet. Verlader werden geraten, zeitkritische Sendungen auf französische oder slowenische Häfen umzuleiten oder vor dem Streik per Bahn zu transportieren. Kreuzfahrtgesellschaften passen ihre Routen an und lassen Passagiere einen Tag früher in Civitavecchia an Bord gehen, während die Regionalregierung Sardiniens die Bevölkerung auffordert, sich mit wichtigen Vorräten einzudecken, falls Abendfähren ausfallen. Der Konflikt dreht sich um festgefahrene Verhandlungen zu einem neuen nationalen Tarifvertrag, der Mindestlöhne anheben und die Subunternehmerregelungen in Italiens 59 Hafenbereichen verschärfen soll. Der Arbeitgeberverband Assoporti warnt, dass höhere Arbeitskosten Italiens Wettbewerbsfähigkeit gefährden könnten, gerade jetzt, da die Containertransporte über den Suez-Kanal wieder anziehen. Verkehrsplaner sollten beachten, dass der Streik zwischen der EES-bedingten Grenzkontrollpause und den Flugstreiks am 11. Mai liegt, was eine Woche mit sich überschneidenden Störungen in Italiens Transportkette bedeutet. Aktuelle Informationen werden über den RSS-Feed des MIT-Streiks und die Websites der Hafenbehörden bereitgestellt.