
Neue Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen, dass Ende März 2026 in der Schweiz rund 413.000 Grenzgänger mit G-Bewilligung beschäftigt waren – ein Anstieg von 1,9 % gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025. Frankreich bleibt mit 58 % der Wohnsitzländer der dominierende Herkunftsstaat, gefolgt von Italien (22 %) und Deutschland (16 %). In den letzten fünf Jahren ist ihre Zahl um mehr als 70.000 gestiegen, was die wachsende Abhängigkeit Schweizer Unternehmen von täglichen Grenzgängern zur Schließung von Personalengpässen im Gesundheitswesen, in der Hightech-Produktion und im Gastgewerbe unterstreicht. Genf und Basel verzeichneten erneut die größten absoluten Zuwächse, doch auch Binnenkantone wie Zug und Solothurn greifen verstärkt auf das grenzüberschreitende Fachkräftepotenzial zurück, da flexible Homeoffice-Regelungen zunehmen. Laut BFS machen Grenzgänger mittlerweile 6,9 % der aktiven Erwerbsbevölkerung der Schweiz aus; in Genf liegt der Anteil sogar über 23 %. Für Mobilitäts- und Lohnbuchhaltungsteams bedeuten die Daten anhaltenden Druck auf den Wohnungsmarkt in Grenznähe sowie auf die grenzüberschreitende Verkehrsinfrastruktur. Arbeitgeber sollten mit steigenden Lohnforderungen der Grenzgänger rechnen, die von der starken Kaufkraft des Schweizer Frankens profitieren, während sie gleichzeitig mit Inflation in ihren Heimatländern konfrontiert sind. Der Anstieg befeuert zudem die politische Debatte um die Finanzierung der Infrastruktur, da Kantone Bern zu einer Mitfinanzierung von Park-and-Ride-Anlagen und Bahnausbauten drängen, um die durch den täglichen Pendlerverkehr verursachten Engpässe zu entschärfen. Gleichzeitig bleibt das EU-Schweiz-Abkommen zur sozialen Sicherheit, das begrenztes grenzüberschreitendes Homeoffice erlaubt, in Kraft und erleichtert so die Verwaltung hybrider Arbeitsmodelle.
Quelle: The Local Switzerland