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Bundesrat legt Vorschlag für Schweizer Einwanderungssteuer auf Eis

Mai 8, 2026
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Bundesrat legt Vorschlag für Schweizer Einwanderungssteuer auf Eis
Nach einem zweijährigen parlamentarischen Mandat hat der Bundesrat seine lang erwartete Machbarkeitsstudie zu einer „Einwanderungssteuer“ vorgelegt – einer Eintrittsgebühr, die Neuankömmlinge bei der Niederlassung in der Schweiz zahlen müssten. Der 40-seitige Bericht untersucht drei Modelle, von einer Pauschalgebühr bis hin zu einer progressiven Abgabe, die an das Einkommen gekoppelt ist. Bis auf eines würden alle eine Verfassungsänderung erfordern und mit großer Wahrscheinlichkeit gegen das bilaterale Freizügigkeitsabkommen der Schweiz mit der EU verstoßen, so das Fazit der Regierung. Die einzige Variante, die einer gerichtlichen Überprüfung standhalten könnte, ist eine moderate, anreizbasierte Abgabe, deren Einnahmen an Haushalte und Unternehmen zurückfließen würden. Doch selbst diese Option biete „keinen nachweisbaren gesamtwirtschaftlichen Nutzen“, heißt es in der Studie, während sie gleichzeitig die Bemühungen der Schweiz, Fachkräfte in Mangelbranchen anzuziehen, gefährden könnte. Mobility-Manager in Unternehmen hatten befürchtet, dass eine Einwanderungssteuer die Einstellung von Expatriates erschweren und den Beginn von Auslandseinsätzen verzögern könnte. Der Bericht vom Donnerstag beseitigt diese Unsicherheit nun effektiv. Der Bundesrat sieht keinen Grund, die Gesetzgebung weiterzuverfolgen, und empfiehlt dem Parlament, die Angelegenheit abzuschließen. Für multinationale Arbeitgeber ist die Botschaft klar: Die Schweiz bleibt einer offenen, qualifikationsorientierten Einwanderungspolitik und ihren EU-Abkommen verpflichtet. Personalabteilungen können ihre Umzugspläne für 2026/27 daher ohne zusätzliche Steuerbelastungen für ausländische Mitarbeitende fortsetzen. Politische Beobachter erwarten jedoch, dass die nationalistische Schweizerische Volkspartei die Idee im Vorfeld der Bundeswahlen 2027 weiter am Leben hält, weshalb Mobility-Teams das Thema weiterhin im Blick behalten sollten.
Quelle: Federal Council press release

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