Drohnenalarm legt Flughafen Helsinki für drei Stunden lahm und beeinflusst Geschäftsreisen
Europarat verabschiedet Chișinău-Erklärung zur Migration nach belgischer Initiative
Brasilien ermöglicht chinesischen Besuchern bis Dezember 2026 eine visumfreie Einreise für 30 Tage
Neueste Nachrichten
Berliner Kehrtwende: Deutschland öffnet staatlich geförderte Integrationskurse wieder – aber mit strengen Quoten
Die deutsche Regierung hat das generelle Verbot neuer Anmeldungen für Integrationskurse aufgehoben und wird ab dem 1. Juni 2026 staatlich geförderte Sprachkurse wieder anbieten – allerdings nur innerhalb strenger vierteljährlicher Kontingente. Vorrang haben Ukrainer, wichtige EU-Arbeitnehmer und ausgewählte Härtefälle. Unternehmen, die auf ausländische Fachkräfte angewiesen sind, müssen mit längeren Wartezeiten und höheren Kosten für Privatunterricht rechnen.
VAE bestätigt sofortige Strafen von 50 AED pro Tag – 10-tägige Kulanzfrist für Visa-Überziehung abgeschafft
Mit sofortiger Wirkung hat die VAE die bisherige 10-tägige Kulanzfrist für Visaüberschreitungen abgeschafft. Ab dem 15. Mai 2026 wird für alle Besucher- und abgelaufenen Aufenthaltskategorien ab dem ersten Tag der Überschreitung eine tägliche Strafe von 50 AED verhängt. Die Bußgelder sind nun im Smart Services-Portal der ICP einsehbar. Diese Änderung verschärft die Durchsetzung und erhöht den Druck auf die Mobility-Teams von Unternehmen, die Reisen nach Dubai und Abu Dhabi organisieren.
Österreich plant umfassende Reform der Asylverfahren und Regeln zur Familienzusammenführung
Parlamentarische Dokumente vom 15. Mai 2026 zeigen, dass Österreich den EU-Migrations- und Asylpakt mit einem neuen Grenz-Screening-Modell umsetzen wird. Geplant sind ein quotenbasiertes System für die Familienzusammenführung von Flüchtlingen, automatische Vormundschaft für unbegleitete Minderjährige sowie ein Ombudsmann-Aufsichtsmandat. Die Reformen zielen darauf ab, Entscheidungen zu beschleunigen und die Kontrolle zu verschärfen, könnten jedoch die Warteschlangen für Quotenplätze verlängern, die auch von Unternehmensentsandten genutzt werden. Unternehmen sollten ihre Entsendungspläne für 2027 daher überprüfen.
Schweizer Regierung veröffentlicht Kosten-Nutzen-Analyse zur SVP-Initiative „Nein zu 10 Millionen“ Begrenzung der Zuwanderung
Der Bundesrat hat eine 80-seitige Analyse zur SVP-Initiative «Nein zu 10 Millionen» veröffentlicht, die vor dem Referendum am 14. Juni erscheint. Er warnt, dass eine Begrenzung der Zuwanderung aus der EU das Freizügigkeitsabkommen beenden, über zwei Jahrzehnte hinweg Kosten von bis zu 520 Milliarden Franken verursachen und den Fachkräftemangel verschärfen würde. Gleichzeitig erkennt er mögliche Vorteile wie geringeren Wohnungsdruck und niedrigere Sozialkosten an. Multinationale Unternehmen werden aufgefordert, Notfallpläne für eine quotenbasierte Personalbeschaffung und längere Bewilligungsverfahren zu erstellen.
Flughafen Prag öffnet eGATES für Reisende aus Großbritannien, Japan, Taiwan und Südkorea
Ab dem 15. Mai 2026 können Bürger aus Großbritannien, Japan, Taiwan und Südkorea das eGATE-System in Prag nutzen, das zuvor nur für EU-Bürger verfügbar war. Das Upgrade, ermöglicht durch das EU-Einreise-/Ausreisesystem, soll die Abfertigungsschlangen im Terminal 1 vor dem Sommeransturm verkürzen und Grenzbeamte für risikoreichere Kontrollen entlasten. Dadurch profitieren Geschäftsreisende von reibungsloseren Ausreisemöglichkeiten.
Spanien beendet offiziell sein Golden-Visa-Programm und signalisiert eine Wende hin zu „verantwortungsvoller“ Investitionsmigration
Madrid hat bestätigt, dass keine neuen Anträge für die Immobilien-Goldene-Visa mehr angenommen werden, womit die im vergangenen Jahr beschlossene Abschaffung des Programms endgültig umgesetzt wird. Bestehende Inhaber behalten ihren Status, doch zukünftige Investoren müssen strengere, produktive Wege nutzen. Die Entscheidung zwingt Unternehmen und Umzugsberater dazu, sich verstärkt auf arbeitnehmerbezogene Genehmigungen und unternehmerische Optionen zu konzentrieren – ein Zeichen für die europaweite Abkehr von passiver Kapitalmigration.
Die Besucherzahlen in Hongkong steigen in den ersten vier Monaten 2026 um 15 Prozent an
Hongkong verzeichnete von Januar bis April 2026 insgesamt 18,52 Millionen Besucherankünfte, ein Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, so die Hong Kong Tourism Board (HKTB). Die Zunahme wurde vor allem von Besuchern aus dem chinesischen Festland getragen, aber auch die Langstrecken- und südostasiatischen Märkte erholten sich deutlich. Die steigende Nachfrage führt dazu, dass die Hotelbelegung an Veranstaltungswochenenden über 90 Prozent liegt, was auf höhere Kosten und mögliche Kapazitätsengpässe für Geschäftsreisende hindeutet.
Polnischer Sejm verabschiedet Gesetz zu biometrischen Daten zur Anbindung Polens an erweitertes Eurodac-System
Das polnische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das den Behörden erlaubt, Gesichtsbilder und Fingerabdrücke von irregulären Migranten und Asylbewerbern zu erfassen und in die erweiterte EU-Datenbank Eurodac 2.0 einzuspeisen. Eine zentrale nationale Schnittstelle, die von der Polizei betrieben wird, steuert den Zugriff für polnische Behörden und EU-Partner. Mit diesem Schritt wird die Kontrolle der Außengrenzen verschärft, während Unternehmen, die auf visumfreies Personal angewiesen sind, zu einer strengeren Einhaltung der Vorschriften verpflichtet werden.
Dubai aktualisiert das Mehrfacheinreise-Visum: Kosten, 58-Tage-Aktivierungsfrist und keine Kulanzzeit klargestellt
Dubai hat neue Regeln für seine Mehrfacheinreise-Visen eingeführt. Ab dem 15. Mai 2026 haben Antragsteller 58 Tage Zeit, das Visum nach Ausstellung zu aktivieren, die bisherige 10-tägige Kulanzfrist entfällt, und bei Überziehung drohen Bußgelder von 50 AED pro Tag. Vier Laufzeiten – von 30 Tagen bis fünf Jahren – sind künftig nur noch online erhältlich, die Gebühren für Erwachsene liegen zwischen 800 und 14.700 AED. Die Neuerung bietet Vielreisenden im Geschäftsbereich mehr Flexibilität, erfordert jedoch strengere Einhaltung und genaue Terminüberwachung.
Streiks beeinträchtigen den Verkehr am Frankfurter Flughafen um 11 % – Eine halbe Million Reisende betroffen
Fraport meldet, dass die Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen im April um 11 % eingebrochen sind, nachdem sechs Streiktage der Lufthansa-Besatzungen rund 500.000 Reisen beeinträchtigt hatten. Das am 15. Mai veröffentlichte Verkehrsupdate unterstreicht die anhaltende Verwundbarkeit des deutschen Geschäftsreiseverkehrs, da die Gewerkschaften für Juni weitere Streiks androhen.
Verwaltungsstau: Sozialversicherungsnummern verzögern Spaniens großangelegte Legalisierungskampagne
El País berichtet, dass Tausende von Migranten, die im Rahmen der großen Regularisierung Spaniens aufgenommen wurden, immer noch keine Sozialversicherungsnummer haben, was eine formelle Anstellung und Gehaltsabrechnung verhindert. Der Rückstau gefährdet die saisonale Rekrutierung und verdeutlicht die praktischen Herausforderungen der migrationspolitischen Reform Spaniens, die auf Rechte setzt.
„Hut ab vor dem Flughafen Bergerac“: Gemischte erste Reaktionen, während Frankreich das EU-Ein- und Ausreisesystem einführt
Berichte von Reisenden an Flughäfen und Häfen am 15. Mai zeigen, dass die Einführung des EES in Frankreich sehr unterschiedliche Erfahrungen mit sich bringt: reibungslos und gut personell besetzt in Bergerac, überlastet in Bordeaux und für einige Fährpassagiere im Ärmelkanal chaotisch. Diese Unterschiede spiegeln gestaffelte Einführungsdaten und unvollständige Mitarbeiterschulungen wider. Globale Mobilitätsteams sollten Nicht-EU-Entsandte darauf hinweisen, Aufenthaltskarten mitzuführen, zusätzliche Zeit für ihre Reisepläne einzuplanen und die lokalen Bedingungen zu beobachten. Langfristig soll das EES die Grenzkontrollen vereinfachen und den Weg für ETIAS ebnen.
Die Migrationsdeklaration des Europarats gewährt Irland größeren Ermessensspielraum bei Abschiebungen
Irland unterstützte am 15. Mai eine neue Erklärung des Europarats, die das souveräne Recht der Staaten auf Abschiebung ausländischer Straftäter bekräftigt und die Grenzen medizinischer Berufungen klärt. Der unverbindliche Text dürfte die irischen Abschiebungsrichtlinien beeinflussen und könnte den Weg für EU-weite „Rückführungszentren“ ebnen. Unternehmen sollten sich auf ein strengeres Abschieberegime einstellen, das ausländische Mitarbeiter ohne gültigen Aufenthaltsstatus betrifft.
EES-Biometriekontrollen führen im Sommer zu Wartezeiten bei der Reise zwischen Großbritannien und Belgien
Verbraucherschutzorganisation Which? warnt, dass das neue Ein- und Ausreisesystem der EU bereits zu langen Warteschlangen und verpassten Flügen führt; ähnliche Verzögerungen werden auf der Strecke zwischen Großbritannien und Belgien erwartet, da Brüssel die biometrische Verarbeitung ausweitet. Belgische Unternehmen sollten Reisende informieren, die Aufenthaltsdauer im Land genauer erfassen und sich auf die bevorstehende ETIAS-Genehmigung vorbereiten, die dieselben Daten nutzen wird.
Genf schließt 30 Grenzübergänge und führt vor dem G7-Gipfel im Juni wieder Kontrollen ein
Vom 12. bis 18. Juni wird Genf rund 30 kleinere Grenzübergänge schließen und an sieben Hauptgrenzposten systematische Kontrollen einführen, um den nahegelegenen G7-Gipfel in Évian abzusichern. Bis zu 5.000 Soldaten werden die Polizei verstärken, wichtige Mitarbeiter erhalten vorrangige „Macaron“-Ausweise, und Pendler werden vor Verzögerungen sowie Störungen im öffentlichen Nahverkehr gewarnt. Die einwöchige Schengen-Aussetzung wird die Grenzgänger und Lieferketten in die zweitgrößte Wirtschaftsregion der Schweiz erheblich beeinträchtigen.
Chinas verkehrsreichster Landübergang zu Mongolei erreicht Passagierzahl von über einer Million vier Tage früher als 2025 erwartet
Die Nationale Einwanderungsbehörde gab am 15. Mai bekannt, dass der Grenzübergang Erenhot/Zamyn-Uud im Jahr 2026 bereits eine Million Passagen überschritten hat – und das vier Tage früher als im Vorjahr. Verbesserte „Smart Border“-Maßnahmen sowie der starke Anstieg von Tourismus und Handel zwischen China und der Mongolei führen zu einem neunprozentigen Verkehrsanstieg im Jahresvergleich. Die Optimierungen verkürzen die Wartezeiten für Reisende und Transportunternehmen und unterstreichen Pekings umfassende Bestrebungen, die Grenzformalitäten an Land digitaler und effizienter zu gestalten.
Das Einwanderungsamt repatriiert 35 abgelehnte Asylbewerber ohne Rückführungsverbot
Hongkong hat 35 ausländische Haushaltshilfen abgeschoben, deren Anträge auf Nicht-Zurückweisung abgelehnt wurden, und dabei neue Schnellverfahren für Abschiebungen angewendet. Dieser Schritt signalisiert ein härteres Vorgehen gegen Überziehungen des Aufenthalts und falsche Schutzansprüche, was auch Auswirkungen auf die Pflichten von Arbeitgebern ausländischer Arbeitskräfte haben könnte.