
Die auf Einwanderungsrecht spezialisierte Kanzlei Thaxted Legal hat neue Leitlinien des Innenministeriums veröffentlicht, die bestätigen, dass der Übergang des Vereinigten Königreichs von physischen Einwanderungsdokumenten zu vollständig digitalen eVisas planmäßig bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein wird. Biometrische Aufenthaltserlaubnisse (BRPs), Biometrische Aufenthaltspässe und Passvignetten werden durch Online-Datensätze ersetzt, die über ein UKVI-Konto zugänglich sind. Ab dieser Woche erhalten Migranten, die ihre Aufenthaltserlaubnis verlängern, automatisch ein eVisa; BRP-Karten werden nicht mehr mit Ablaufdaten nach 2024 ausgestellt. Um den Status einzusehen oder zu teilen, müssen Nutzer ein UKVI-Konto erstellen und es mit ihrem aktuellen Reisepass verknüpfen. Fluggesellschaften und Arbeitgeber sollen künftig auf das „View and Prove“-Portal setzen, was das routinemäßige Abstempeln von Pässen für die meisten Besucher beendet. Für globale Mobilitätsprogramme stellt die Kommunikation die größte Herausforderung dar. Mitarbeiter mit alten BRPs müssen vor Ablauf der Karte auf ein eVisa umsteigen; andernfalls drohen Grenzverzögerungen, wenn die Systeme der Fluggesellschaften das veraltete Format nicht validieren können. Arbeitgeber sollten ihre Prozesse zur Arbeitsberechtigung aktualisieren und Schulungen zur Überprüfung digitaler Freigabecodes anbieten, während Vermieter und NHS-Verwaltungen ebenfalls auf dieselbe Plattform migriert werden. Datenschützer warnen, dass ein einziger Ausfallpunkt Migranten den Zugang zu Arbeit oder Wohnraum verwehren könnte, falls der Kontozugang verloren geht. Das Information Commissioner’s Office überprüft derzeit Rückstände bei Beschwerden, doch das Innenministerium betont, dass über das Carrier Support Hub und die Employer Enquiry Line Redundanzmaßnahmen bestehen. In den nächsten zwölf Monaten wird die Regierung digitale „Reisegenehmigungs“-Korridore testen, die ETA-, eVisa- und Watchlist-Daten automatisch abgleichen – und so Bewohner und Besucher unter eine integrierte Grenzsicherheitslösung bringen. Unternehmen sollten daher mit einer breiteren Einführung von API-basierten Statusprüfungen in HR-, Reise- und Beschaffungssystemen rechnen.
Quelle: Thaxted Legal
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