
Das finnische Ausländergesetz wurde mit den am 12. Juni 2026 in Kraft getretenen Parlamentsänderungen umfassend reformiert – die weitreichendste Überarbeitung seit zwei Jahrzehnten. Im Mittelpunkt steht eine neue Befugnis der Polizei, präventive Einreiseverbote für Drittstaatsangehörige zu verhängen, die sich noch nicht in Finnland aufhalten. Bisher konnten Einreiseverbote nur erlassen werden, wenn jemand gegen die Bedingungen einer Aufenthaltserlaubnis verstoßen oder eine Straftat auf finnischem Boden begangen hatte. Ab sofort dürfen die Behörden auf Grundlage von Informationen anderer Sicherheitsdienste Personen den gesamten Schengen-Raum betreten verweigern, noch bevor diese dort eingereist sind. Diese Änderung soll vermeintliche Sicherheitslücken schließen, die nach Angaben der Behörden von organisierten Schmuggelnetzwerken ausgenutzt wurden.
Die Reform beschleunigt zudem Abschiebungsverfahren: Ein Widerspruch gegen eine Abschiebung verzögert die Vollstreckung nicht mehr automatisch. Die Abschiebung kann 30 Tage nach Zustellung des Bescheids beginnen, sofern ein Verwaltungsgericht die Maßnahme nicht ausdrücklich aussetzt. Gleichzeitig endet das Arbeitsrecht der betroffenen Person am Tag der Vollstreckbarkeit der Abschiebung. Für Arbeitgeber, die auf Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten angewiesen sind, bedeutet dies ein engeres Zeitfenster, um den Status eines Mitarbeiters zu legalisieren oder Ersatz zu organisieren.
Menschenrechtsorganisationen hatten sich für längere Einspruchsfristen eingesetzt und gewarnt, dass übereilte Abschiebungen das Risiko von Refoulement erhöhen. Das Innenministerium entgegnet, dass ein durchschnittliches Berufungsverfahren bereits 8 bis 10 Monate dauert und das neue Modell es den Grenzbehörden ermöglicht, Reisevorbereitungen parallel zu Gerichtsverfahren zu treffen, was die Glaubwürdigkeit des Rückkehrsystems stärkt.
Unternehmensverantwortliche für Mobilität sollten sich auf strengere Compliance-Prüfungen bei der Visavergabe einstellen und das Risiko eines Schengen-weiten Einreiseverbots in ihre Risikobewertungen bei der Einstellung aus Hochrisikogebieten einbeziehen. Multinationale Unternehmen mit innergemeinschaftlichen Versetzungen sollten beobachten, ob andere Mitgliedstaaten das finnische Modell des präventiven Einreiseverbots übernehmen, da dies die regionale Talentplanung beeinflussen könnte.
Praktisch bedeutet dies, dass Aufenthaltserlaubnisse sofort erlöschen, sobald die finnische Einwanderungsbehörde Migri eine Abschiebung oder den Widerruf beschließt. Der Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen, Bankgeschäften und Wohnraum kann somit abrupt enden. Arbeitgeber werden daher geraten, Notfallpläne zu erstellen und ausscheidenden Mitarbeitern klare Informationen zu ihrem neuen Rechtsstatus zu geben.
Die Reform beschleunigt zudem Abschiebungsverfahren: Ein Widerspruch gegen eine Abschiebung verzögert die Vollstreckung nicht mehr automatisch. Die Abschiebung kann 30 Tage nach Zustellung des Bescheids beginnen, sofern ein Verwaltungsgericht die Maßnahme nicht ausdrücklich aussetzt. Gleichzeitig endet das Arbeitsrecht der betroffenen Person am Tag der Vollstreckbarkeit der Abschiebung. Für Arbeitgeber, die auf Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten angewiesen sind, bedeutet dies ein engeres Zeitfenster, um den Status eines Mitarbeiters zu legalisieren oder Ersatz zu organisieren.
Menschenrechtsorganisationen hatten sich für längere Einspruchsfristen eingesetzt und gewarnt, dass übereilte Abschiebungen das Risiko von Refoulement erhöhen. Das Innenministerium entgegnet, dass ein durchschnittliches Berufungsverfahren bereits 8 bis 10 Monate dauert und das neue Modell es den Grenzbehörden ermöglicht, Reisevorbereitungen parallel zu Gerichtsverfahren zu treffen, was die Glaubwürdigkeit des Rückkehrsystems stärkt.
Unternehmensverantwortliche für Mobilität sollten sich auf strengere Compliance-Prüfungen bei der Visavergabe einstellen und das Risiko eines Schengen-weiten Einreiseverbots in ihre Risikobewertungen bei der Einstellung aus Hochrisikogebieten einbeziehen. Multinationale Unternehmen mit innergemeinschaftlichen Versetzungen sollten beobachten, ob andere Mitgliedstaaten das finnische Modell des präventiven Einreiseverbots übernehmen, da dies die regionale Talentplanung beeinflussen könnte.
Praktisch bedeutet dies, dass Aufenthaltserlaubnisse sofort erlöschen, sobald die finnische Einwanderungsbehörde Migri eine Abschiebung oder den Widerruf beschließt. Der Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen, Bankgeschäften und Wohnraum kann somit abrupt enden. Arbeitgeber werden daher geraten, Notfallpläne zu erstellen und ausscheidenden Mitarbeitern klare Informationen zu ihrem neuen Rechtsstatus zu geben.
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