
Irische Reisende bereiten sich auf einen turbulenten Start in die Sommerferien vor, nachdem Gewerkschaften in ganz Europa eine neue Runde von Streiks im Verkehrssektor angekündigt haben. Ein am 14. Juni von IrishCentral veröffentlichter Überblick listet mindestens fünf größere Aktionen zwischen jetzt und Anfang Juli auf, darunter ein Streik des Bodenpersonals an allen Pariser Flughäfen am 18. Juni sowie ein landesweiter Streik im Handling in Italien am 26. Juni. Der andauernde Streit um die Luftverkehrskontrolle in Spanien zeigt keine Anzeichen einer Entspannung, da die Gewerkschaft SAERCO die Arbeitsniederlegung bis zum 30. Juni verlängert hat. Daten vom Flughafen Dublin zeigen, dass derzeit mehr als 250 Flüge pro Woche spanische Ziele ansteuern, was bei einer Eskalation Tausende irischer Touristen in Schwierigkeiten bringen könnte. Ryanair hat Passagiere bereits vor möglichen kurzfristigen Flugstreichungen am selben Tag gewarnt, falls Mindestservicegarantien nicht eingehalten werden. Reise-Risikoberater von HRG Ireland empfehlen Firmenmobilitätsteams, Reisepläne mit bestätigten Streikterminen abzugleichen und vorsorglich Hotelzimmer in wichtigen Knotenpunkten wie Paris und Mailand zu reservieren, da kurzfristige Verfügbarkeiten während Streiks schnell verschwinden. Nach EU-Verordnung 261/2004 müssen Fluggesellschaften Umbuchungen oder Rückerstattungen anbieten, doch gelten streikbedingte Störungen als „außergewöhnliche Umstände“, weshalb eine finanzielle Entschädigung unwahrscheinlich ist. Versicherungsmakler berichten von einem 40 %igen Anstieg der Nachfrage nach „Anschlussflug-Ausfall“-Versicherungen im Monatsvergleich. Policen, die nach Bekanntgabe eines Streiks abgeschlossen werden, schließen in der Regel Ansprüche im Zusammenhang mit diesem Ereignis aus, weshalb Arbeitgeber schnell handeln sollten. Einwanderungsberater erinnern zudem Reisende, die über Paris oder Madrid in Nicht-EU-Schengen-Staaten reisen, daran, dass durch Verzögerungen verursachte Überschreitungen der 90/180-Tage-Regel weiterhin zählen. NGOs für Passagierrechte fordern erneut einen verpflichtenden Rahmen für die Aufrechterhaltung des Service, da wiederholte Streiks besonders Randmärkte wie Irland treffen, wo alternative Bahnverbindungen fehlen. Die Europäische Kommission wird voraussichtlich noch in diesem Jahr Konsultationen zu Mindestbesetzungen in der Luftverkehrskontrolle starten.
Quelle: IrishCentral
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