
US-Zoll- und Grenzschutzbeamte (CBP) am Blue Water Bridge, die Port Huron, Michigan, mit Sarnia, Ontario verbindet, haben letzten Freitag 55 Pakete Kokain im Wert von rund 2,5 Millionen US-Dollar in einem LKW auf dem Weg nach Kanada sichergestellt. Die Details des Fundes wurden gestern Morgen (15. Juni) veröffentlicht, woraufhin CBP und die kanadische Grenzschutzbehörde CBSA gemeinsame Maßnahmen ergriffen, um die Kontrollen von Nutzfahrzeugen auf beiden Seiten der Grenze zu intensivieren. Der Fahrer, ein indischer Staatsbürger, der gemischte Konsumgüter transportierte, sieht sich nun mit bundesweiten Anklagen wegen Drogenschmuggels konfrontiert. CBP-Vertreter betonten, dass der Fund zeigt, wie Schmuggler bereit sind, stark frequentierte Frachtrouten zu nutzen, die die Automobilzulieferkette der Großen Seen bedienen. Als Reaktion darauf hat die CBSA die Transportunternehmen darauf hingewiesen, dass die Wartezeiten bei der Erstkontrolle während der Stoßzeiten diese Woche vorübergehend auf das Doppelte ansteigen könnten, da zusätzliche Spürhunde-Teams und Röntgengeräte zum Einsatz kommen. Fuhrparkmanager, die Just-in-Time-Teile an Montagewerke in Ontario liefern, werden aufgefordert, ihre Advance Commercial Information (ACI)-Manifeste frühzeitig einzureichen und längere Grenzwartezeiten in ihre Lieferpläne einzukalkulieren. Der Vorfall könnte auch Auswirkungen auf Audits im Trusted Trader-Programm haben. Experten gehen davon aus, dass beide Behörden die Nachverfolgbarkeit der Transporteure genauer prüfen werden, weshalb Unternehmen, die im FAST- und C-TPAT-Programm registriert sind, ihre Fahrerüberprüfungen und Anhängersiegel-Prozesse überprüfen sollten, um Sperrungen zu vermeiden. Obwohl Drogensicherstellungen normalerweise nicht zu langfristigen Mobilitätseinschränkungen führen, kann wiederholte Durchsetzung die politische Unterstützung für beschleunigte Grenzabfertigung schwächen. Logistikteams sollten beobachten, ob die stichprobenartigen Kontrollen zu dauerhaften politischen Änderungen führen, insbesondere vor den Sommerbaustellen, wenn der grenzüberschreitende Teileverkehr stark zunimmt.
Quelle: CBS Detroit