
Mehr als 1.400 Einsatzkräfte führten vom 16. bis 17. Juni am Hongkonger Flughafen (HKIA) eine nächtliche Anti-Terror- und Großschadensübung unter dem Codenamen „Securewall“ durch. Die Übung, die gleichzeitig die alle zwei Jahre stattfindende „Carcanet“-Übung der Flughafenbehörde war, simulierte Szenarien von einem koordinierten Schuss- und Bombenangriff in der Ankunftshalle bis hin zu einem terminalweiten Stromausfall und der Evakuierung zahlreicher Verletzter. Einwanderungs- und Zollbeamte trainierten, alle besetzten Schalter auf den Notfallmodus „Einbahnverkehr“ umzustellen, damit ankommende Passagiere innerhalb von 15 Minuten landside geleitet werden können, um Platz für die Erstversorgung zu schaffen. Separat testeten Bodenabfertiger der Fluggesellschaften ein cloudbasiertes Tool zur Passagierlistenverfolgung, das im Falle eines Ausfalls der Glasfaserverbindungen des Flughafens Echtzeitdaten per Satellitenverbindung an Rettungsteams übermittelt. Die Verantwortlichen betonten, dass der Zeitpunkt von Securewall bewusst gewählt wurde: Der HKIA wird später in diesem Jahr mehrere große Luftverkehrskonferenzen und den World Aviation Security Summit ausrichten, bei denen Hunderte ausländische Delegierte erwartet werden. „Das Ziel ist, sicherzustellen, dass jede Behörde – von Gepäckkontrolleuren bis zu Feuerwehrteams – reibungslos zusammenarbeitet“, erklärte Polizeivizekommissar Joe Chan am Mittwochmorgen gegenüber Journalisten. Aus Mobilitätssicht bietet die Übung Unternehmen, die Mitarbeiter über einen der verkehrsreichsten Flughäfen Asiens schicken, Sicherheit, weist aber auch auf kurzfristige Sicherheitsverschärfungen während der Konferenzsaison hin. Reiseverantwortliche sollten ihre Mitarbeiter daran erinnern, mehr Zeit für die Abfertigung einzuplanen und die Akkus ihrer Geräte über 50 % zu halten, damit digitale Bordkarten auch bei Stromausfall geladen werden können. Es wurden keine Flüge gestrichen, jedoch nutzten einige Frühflüge entfernte Parkpositionen, um die Gates für die Übung freizuhalten – ein Hinweis darauf, dass Notfallpläne den Zugang zu Lounges und Anschlusszeiten beeinträchtigen können.
Quelle: China Daily Asia