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Regierung plant Abschaffung der 32-Millionen-Passagier-Grenze am Flughafen Dublin

Juni 17, 2026
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Regierung plant Abschaffung der 32-Millionen-Passagier-Grenze am Flughafen Dublin
Die irische Regierung hat den ersten konkreten Schritt unternommen, um die seit über einem Jahrzehnt bestehende jährliche Passagierobergrenze von 32 Millionen am Flughafen Dublin aufzuheben, die das Wachstum des Flughafens eingeschränkt hat. Am 16. Juni 2026 sicherte Verkehrsminister Darragh O’Brien die Zustimmung des Kabinetts zur Veröffentlichung des Dublin Airport (Passenger Capacity) Bill 2026 und dessen beschleunigte Behandlung im Oireachtas vor der Sommerpause. Der Gesetzentwurf gibt dem Minister die Befugnis, die Obergrenze per Rechtsverordnung zu ändern oder aufzuheben, sobald eine Umweltprüfung – durchgeführt von An Coimisiún Pleanála (ACP) – abgeschlossen ist. Das Gesetz verhindert zudem, dass lokale Planungsbehörden künftig Obergrenzen verhängen können, was eine wichtige Unsicherheit für Fluggesellschaften und den Flughafenbetreiber daa beseitigt.

Regierung plant Abschaffung der 32-Millionen-Passagier-Grenze am Flughafen Dublin


Die Aufhebung der Obergrenze ist entscheidend für Irlands umfassende Strategie zur Verbesserung der internationalen Anbindung. Der Flughafen Dublin wickelt 85 % der internationalen Passagiere der Republik ab und ist das wichtigste transatlantische Drehkreuz des Landes. Fluggesellschaften wie Aer Lingus, Ryanair und United haben gewarnt, dass sie ohne zusätzliche Kapazitäten neue Flugzeuge und Strecken zu konkurrierenden europäischen Flughäfen verlagern werden. Der separate Infrastruktur-Antrag von daa, der derzeit beim Fingal County Council liegt, sieht neue Flugsteige, Parkpositionen und ein integriertes Verkehrszentrum vor, das ein nachhaltiges Wachstum auf 40 Millionen Passagiere pro Jahr ermöglichen soll.

Wirtschaftsverbände begrüßten den Schritt und betonten, dass Kapazitätsengpässe ausländische Direktinvestitionen sowie Irlands Attraktivität als Standort für Unternehmenszentralen und hochwertige Fertigung gefährden. Auch Tourismusexperten sehen die Maßnahme als unerlässlich an, um die Rekordnachfrage ankommender Besucher zu bewältigen und diese über Dublins Hub-and-Spoke-Netzwerk in die Regionen zu verteilen. Für Mobilitätsmanager verspricht das Gesetz kürzere Umsteigezeiten, häufigere Flüge und eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber Störungen. Sollte das Gesetz wie geplant verabschiedet werden, könnte die Umweltprüfung Anfang 2027 abgeschlossen sein, was den Weg für die Aufhebung der Obergrenze vor der Sommersaison 2027 ebnet.
Quelle: Irish Travel Trade News

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