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EU-Führer setzen Rückführungsstrategie und legale Migration auf die Brüsseler Agenda

Juni 19, 2026
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EU-Führer setzen Rückführungsstrategie und legale Migration auf die Brüsseler Agenda
Treffen in Brüssel am 18. Juni 2026: Die EU-Staats- und Regierungschefs eröffneten ihren zweitägigen Europäischen Rat mit einem umfassenden Arbeitspaket zu Migration und Mobilität. Das an Journalisten verteilte Gipfel-Briefing hebt drei Prioritäten hervor: (1) den Abschluss der legislativen Feinabstimmung des Neuen Pakts für Migration und Asyl, (2) die Umsetzung der gerade verabschiedeten Rückführungsverordnung, damit Mitgliedstaaten irreguläre Migranten schneller abschieben können, und (3) die Beschleunigung legaler Arbeitsmobilität – einschließlich des aktualisierten EU-Blaukarte-Systems – zur Bekämpfung des chronischen Fachkräftemangels in Europa.

Für Italien ist der Zeitpunkt heikel. Das Innenministerium muss vor dem Sommer entscheiden, ob die Polizeikontrollen an der slowenischen Landgrenze nach dem 18. Dezember fortgesetzt werden. Rom drängte daher darauf, härtere Rückführungsverfahren mit mehr EU-Finanzierung für Grenztechnologie und gemeinsame Patrouillen zu verbinden. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni setzte sich zudem für eine schnellere Anerkennung von Qualifikationen aus Drittstaaten ein, damit Unternehmen im biomedizinischen Cluster von Emilia-Romagna indische und philippinische Ingenieure ohne monatelange Wartezeiten auf Gleichwertigkeitsbescheide einstellen können.

Die Schlussfolgerungen des Rates signalisieren schrittweise, aber konkrete Verbesserungen, die für Unternehmen relevant sind. FRONTEX erhält zusätzlich 200 Millionen Euro, um ein gemeinsames „Returns IT Hub“ zu schaffen, das die nationalen Fallmanagementsysteme vernetzt – ein Schritt, der die derzeitige Papierblockade beenden soll, die viele Abschiebebescheide in den italienischen Präfekturen festhält. Gleichzeitig hat die Kommission zugesagt, bis Oktober einen Entwurf vorzulegen, der es Inhabern der Blauen Karte und ihren Familien ermöglicht, bereits nach sechs Monaten Aufenthalt zwischen den Mitgliedstaaten umzuziehen – bisher sind es zwölf Monate.

Mobilitätsmanager in Unternehmen sollten kurzfristig mit einem Anstieg der Ausreisekontrollen an Flughäfen und Fährhäfen rechnen, da Italien die neuen Rückführungsregeln testet; Reisende mit Drittstaatenpässen, die sich überzogen haben, könnten bis zur Abschiebung festgehalten werden. Langfristig steht jedoch eine reibungslosere innergemeinschaftliche Entsendung hochqualifizierter Fachkräfte bevor, vorausgesetzt, Unternehmen passen ihre Einsatzplanung an die ab 2027 geltende sechsmonatige Portabilitätsfrist an.
Quelle: European Parliament Newsroom

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