
Das brasilianische Justiz- und Sicherheitsministerium (MJSP) hat eine 45-tägige öffentliche Konsultation zum ersten Nationalen Plan für Migration, Flüchtlinge und Staatenlosigkeit (I PlaNaMigra) des Landes gestartet. Der Entwurf des Plans, der am 19. Juni 2026 auf dem MJSP-Portal veröffentlicht wurde, setzt die grundlegenden Prinzipien des brasilianischen Migrationsgesetzes von 2017 in ein konkretes, zeitlich festgelegtes Aktionsprogramm um. Er definiert 61 Ziele und über 200 detaillierte Maßnahmen, die Einreise, Aufenthalt, Integration und Einbürgerung von Migranten sowie Wege zur Legalisierung des Status von schätzungsweise 2 Millionen ausländischen Bewohnern abdecken.
Der Plan wurde vom Migrationsamt (Demig) in Zusammenarbeit mit 14 Bundesministerien und dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) erarbeitet. Zu den Prioritäten gehören: die Schaffung eines einheitlichen digitalen Portals zur Bündelung von Visa-, Arbeitsgenehmigungs- und Aufenthaltsanträgen; der Ausbau von Empfangszentren in den Grenzregionen Roraima und Acre; die Vereinfachung der Aufenthaltsverfahren im Mercosur-Raum; sowie die Einführung eines Pilotprogramms zur Anerkennung von im Ausland ausgebildeten Gesundheitsfachkräften.
Für den Haushaltszyklus 2027-2029 sind Mittel in Höhe von 380 Millionen R$ (72 Millionen US-Dollar) vorgesehen, von denen 40 % von internationalen Partnern stammen werden. Für Unternehmen, die Mitarbeiter nach Brasilien entsenden, ist die unmittelbarste Neuerung das vorgeschlagene „Express-Arbeitsvisum“, ein beschleunigtes E-Visum für Einsätze von bis zu 180 Tagen mit einer Bearbeitungszeit von fünf Tagen nach Einreichung biometrischer Daten.
Der Entwurf sieht außerdem eine automatische Verlängerung bestehender Digital-Nomaden-Visa von einem auf zwei Jahre vor, um im regionalen Wettbewerb um Talente im Bereich Remote-Arbeit mitzuhalten. Die Konsultation findet auf der bundesweiten Plattform „Brasil Participativo“ statt; Arbeitgeber, NGOs und einzelne Migranten können bis zum 3. August 2026 Kommentare einreichen. Nach Ablauf der Frist wird das MJSP einen überarbeiteten Text veröffentlichen und diesen zur Unterzeichnung als Präsidialdekret an die Präsidentschaft weiterleiten, voraussichtlich im vierten Quartal.
Die Umsetzung wird von einem interministeriellen Ausschuss unter Vorsitz des Generalsekretärs für Justiz überwacht, mit jährlichen Fortschrittsberichten an den Kongress. Praktisch sollten globale Mobilitätsmanager sich auf neue Online-Systeme und Formulare im Jahr 2027 einstellen und eine Rückmeldung geben – insbesondere zu den Regeln des Express-Arbeitsvisums für innerbetriebliche Versetzungen und projektbezogene Einsätze. Der Fokus des Plans auf den Datenaustausch zwischen Bundespolizei und Arbeitsbehörden deutet zudem auf strengere Nachkontrollen nach der Ankunft hin.
Der Plan wurde vom Migrationsamt (Demig) in Zusammenarbeit mit 14 Bundesministerien und dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) erarbeitet. Zu den Prioritäten gehören: die Schaffung eines einheitlichen digitalen Portals zur Bündelung von Visa-, Arbeitsgenehmigungs- und Aufenthaltsanträgen; der Ausbau von Empfangszentren in den Grenzregionen Roraima und Acre; die Vereinfachung der Aufenthaltsverfahren im Mercosur-Raum; sowie die Einführung eines Pilotprogramms zur Anerkennung von im Ausland ausgebildeten Gesundheitsfachkräften.
Für den Haushaltszyklus 2027-2029 sind Mittel in Höhe von 380 Millionen R$ (72 Millionen US-Dollar) vorgesehen, von denen 40 % von internationalen Partnern stammen werden. Für Unternehmen, die Mitarbeiter nach Brasilien entsenden, ist die unmittelbarste Neuerung das vorgeschlagene „Express-Arbeitsvisum“, ein beschleunigtes E-Visum für Einsätze von bis zu 180 Tagen mit einer Bearbeitungszeit von fünf Tagen nach Einreichung biometrischer Daten.
Der Entwurf sieht außerdem eine automatische Verlängerung bestehender Digital-Nomaden-Visa von einem auf zwei Jahre vor, um im regionalen Wettbewerb um Talente im Bereich Remote-Arbeit mitzuhalten. Die Konsultation findet auf der bundesweiten Plattform „Brasil Participativo“ statt; Arbeitgeber, NGOs und einzelne Migranten können bis zum 3. August 2026 Kommentare einreichen. Nach Ablauf der Frist wird das MJSP einen überarbeiteten Text veröffentlichen und diesen zur Unterzeichnung als Präsidialdekret an die Präsidentschaft weiterleiten, voraussichtlich im vierten Quartal.
Die Umsetzung wird von einem interministeriellen Ausschuss unter Vorsitz des Generalsekretärs für Justiz überwacht, mit jährlichen Fortschrittsberichten an den Kongress. Praktisch sollten globale Mobilitätsmanager sich auf neue Online-Systeme und Formulare im Jahr 2027 einstellen und eine Rückmeldung geben – insbesondere zu den Regeln des Express-Arbeitsvisums für innerbetriebliche Versetzungen und projektbezogene Einsätze. Der Fokus des Plans auf den Datenaustausch zwischen Bundespolizei und Arbeitsbehörden deutet zudem auf strengere Nachkontrollen nach der Ankunft hin.