
Eine deutliche neue Einschätzung der europäischen Grenzagentur Frontex deutet darauf hin, dass die Anlaufschwierigkeiten beim EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) nicht schnell behoben sein werden. Frontex-Vizegeschäftsführer Uku Särekanno erklärte am 23. Juni 2026 gegenüber Journalisten, dass es „ein bis zwei Jahre“ dauern werde, bis sich die Wartezeiten im EES stabilisieren. Der Engpass liegt bei der erstmaligen biometrischen Erfassung: Jeder Nicht-EU-Reisende, der seit dem Start des Systems im Oktober letzten Jahres keine Schengen-Grenze passiert hat, muss an einem Kiosk oder Schalter Fingerabdrücke und ein Gesichtsfoto abgeben. Solange dieser Rückstau nicht abgearbeitet ist, bleiben Verzögerungen von 60 bis 180 Minuten in der Hochsaison die Regel.
Warum ist das für britische Unternehmen relevant? Das Vereinigte Königreich ist inzwischen die größte Quelle für Nicht-EU-Kurzzeitbesucher im Schengen-Raum. Laut WTTC-Modellierungen, die Frontex zitiert, könnten Warteschlangen von drei Stunden oder mehr bis zu 16 Millionen britische Reisen verhindern und den europäischen Besucherausgaben 17 Milliarden Pfund entziehen. Airlines UK und ABTA haben bereits alle Schengen-Mitgliedstaaten angeschrieben und zu Notfall-Personalaufstockungen, verstärktem Einsatz von automatischen Grenzkontrollsystemen (e-Gates) sowie zur Förderung der freiwilligen „Travel to Europe“-Vorregistrierungs-App aufgerufen, mit der Passagiere ihre biometrischen Daten vor der Reise hochladen können.
Aus Sicht der Reiseplanung sollten Mobilitätsteams Folgendes berücksichtigen:
• Erstmalige Grenzübertritte werden voraussichtlich mindestens bis Sommer 2027 langsam bleiben. Planen Sie daher eine zusätzliche Wartezeit von ein bis zwei Stunden ein, besonders bei engen Anschlussverbindungen an den Flughäfen Paris-CDG, Amsterdam-Schiphol, Madrid-Barajas und Frankfurt.
• Zweitübertritte sind schneller. Sobald die Fingerabdrücke eines Mitarbeiters gespeichert sind, validiert das System diese zusammen mit dem Passchip – in der Regel in unter einer Minute. Ziehen Sie in Betracht, Vielreisende an einem risikoarmen Tag erstmals erfassen zu lassen, damit spätere Reisen reibungslos verlaufen.
• ETIAS wird zusätzlich zum EES eingeführt. Mit dem Start der neuen EU-Reisegenehmigung im vierten Quartal 2026 benötigen britische Staatsangehörige bei ihrer ersten Schengen-Reise sowohl eine genehmigte ETIAS als auch die vollständige biometrische Erfassung bei der Ankunft. Informieren Sie Reisende frühzeitig, um Verwirrung und Betrugswebseiten zu vermeiden.
Tipp für Firmenprogramme: Erfassen Sie das Datum und den Grenzort der ersten EES-Erfassung jedes Mitarbeiters im Reisendenprofil. Dieser einzelne Datenpunkt ermöglicht es, diejenigen zu identifizieren, die noch die längsten Formalitäten durchlaufen müssen, und diejenigen, die künftig automatisierte Kontrollspuren nutzen können.
Grenzstörungen sind nichts Neues – doch der Zeitplan von Frontex bestätigt, dass Unternehmen die EES-Wartezeiten als mittelfristige operative Realität und nicht als vorübergehenden Sommerfehler betrachten müssen.
Warum ist das für britische Unternehmen relevant? Das Vereinigte Königreich ist inzwischen die größte Quelle für Nicht-EU-Kurzzeitbesucher im Schengen-Raum. Laut WTTC-Modellierungen, die Frontex zitiert, könnten Warteschlangen von drei Stunden oder mehr bis zu 16 Millionen britische Reisen verhindern und den europäischen Besucherausgaben 17 Milliarden Pfund entziehen. Airlines UK und ABTA haben bereits alle Schengen-Mitgliedstaaten angeschrieben und zu Notfall-Personalaufstockungen, verstärktem Einsatz von automatischen Grenzkontrollsystemen (e-Gates) sowie zur Förderung der freiwilligen „Travel to Europe“-Vorregistrierungs-App aufgerufen, mit der Passagiere ihre biometrischen Daten vor der Reise hochladen können.
Aus Sicht der Reiseplanung sollten Mobilitätsteams Folgendes berücksichtigen:
• Erstmalige Grenzübertritte werden voraussichtlich mindestens bis Sommer 2027 langsam bleiben. Planen Sie daher eine zusätzliche Wartezeit von ein bis zwei Stunden ein, besonders bei engen Anschlussverbindungen an den Flughäfen Paris-CDG, Amsterdam-Schiphol, Madrid-Barajas und Frankfurt.
• Zweitübertritte sind schneller. Sobald die Fingerabdrücke eines Mitarbeiters gespeichert sind, validiert das System diese zusammen mit dem Passchip – in der Regel in unter einer Minute. Ziehen Sie in Betracht, Vielreisende an einem risikoarmen Tag erstmals erfassen zu lassen, damit spätere Reisen reibungslos verlaufen.
• ETIAS wird zusätzlich zum EES eingeführt. Mit dem Start der neuen EU-Reisegenehmigung im vierten Quartal 2026 benötigen britische Staatsangehörige bei ihrer ersten Schengen-Reise sowohl eine genehmigte ETIAS als auch die vollständige biometrische Erfassung bei der Ankunft. Informieren Sie Reisende frühzeitig, um Verwirrung und Betrugswebseiten zu vermeiden.
Tipp für Firmenprogramme: Erfassen Sie das Datum und den Grenzort der ersten EES-Erfassung jedes Mitarbeiters im Reisendenprofil. Dieser einzelne Datenpunkt ermöglicht es, diejenigen zu identifizieren, die noch die längsten Formalitäten durchlaufen müssen, und diejenigen, die künftig automatisierte Kontrollspuren nutzen können.
Grenzstörungen sind nichts Neues – doch der Zeitplan von Frontex bestätigt, dass Unternehmen die EES-Wartezeiten als mittelfristige operative Realität und nicht als vorübergehenden Sommerfehler betrachten müssen.
Quelle: ETIAS Pro
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