
Iberia setzte am 25. Juni vorübergehend den Flugverkehr zwischen Madrid und Caracas aus, nachdem die venezolanischen Behörden den internationalen Flughafen Simón Bolívar (Maiquetía) wegen struktureller Schäden durch zwei Erdbeben in der Nacht geschlossen hatten. Der Abflugflug IB 6673, der um 13:40 Uhr MEZ in Madrid starten sollte, sowie der Rückflug am 26. Juni wurden gestrichen. Iberia bietet Umbuchungen oder vollständige Rückerstattungen an und beobachtet die Lage in Zusammenarbeit mit dem spanischen Verkehrsministerium und der spanischen Botschaft in Caracas. Die Entscheidung der Fluggesellschaft verdeutlicht die Verwundbarkeit der Luftverbindungen zwischen Spanien und Lateinamerika – eine wichtige Route für Geschäftsreisende und die große venezolanische Diaspora in Spanien. Geschäftsreisende mit Anschlussflügen in andere Andenländer werden empfohlen, über Bogotá oder Panama-Stadt umzubuchen, obwohl die Verfügbarkeit aufgrund von Kapazitätsanpassungen anderer Airlines knapp wird. Reise-Risikoberater weisen darauf hin, dass EU261-Entschädigungen nicht greifen, da die Störung als „außergewöhnlicher Umstand“ gilt, warnen jedoch, dass ein Nachweis der Flughafenschließung für Versicherungsansprüche erforderlich sein könnte. Unternehmen mit Mobilitätsprogrammen sollten ihre Reisenden-Tracking-Systeme aktualisieren, um längere Zwischenaufenthalte in Caracas zu berücksichtigen. Auch spanische Reiseveranstalter, die sich auf Karibikreisen spezialisiert haben, sind betroffen: Sommercharter zur Insel Margarita, die über Maiquetía führen, müssen umgeleitet oder verschoben werden. Sollte der Flughafen länger als 72 Stunden geschlossen bleiben, könnten sich auch Crew-Rotationsprobleme im gesamten lateinamerikanischen Netzwerk von Iberia ergeben. Aus politischer Sicht erinnert der Vorfall daran, dass Notfallpläne für Naturkatastrophen fester Bestandteil globaler Mobilitätsprogramme für seismisch gefährdete Regionen sein sollten. Personalabteilungen werden dazu angehalten, sicherzustellen, dass ihre Notfallhilfsdienste Mitarbeiter in Venezuela erreichen können, wo Telefon- und Internetverbindungen nach starken Erdbeben oft unzuverlässig sind.
Quelle: Europa Press
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