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Macron und Meloni treffen sich in Antibes, um die französisch-italienische Zusammenarbeit bei Migration und Infrastruktur zu vertiefen

Juni 26, 2026
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Macron und Meloni treffen sich in Antibes, um die französisch-italienische Zusammenarbeit bei Migration und Infrastruktur zu vertiefen
Präsident Emmanuel Macron empfing am 25. Juni in Antibes die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zum ersten französisch-italienischen Gipfeltreffen seit Unterzeichnung des Quirinal-Vertrags 2024. Neun Minister beider Seiten begleiteten die Staats- und Regierungschefs, um über Verteidigungsprojekte, gemeinsame Satellitenstarts und vor allem die Steuerung der Migrationsströme über die Alpen und das Mittelmeer zu beraten. Die zeitliche Lage ist bedeutsam: Die irregulären Überfahrten über den Ärmelkanal sind zurückgegangen, während die Ankünfte über Italiens Lampedusa im Jahresvergleich um 36 % gestiegen sind. Laut Élysée wird Frankreich in diesem Sommer am Grenzübergang Ventimiglia ein „mobiles Asylteam“ testen, das eine schnelle Fingerabdruckaufnahme und Dublin-Prüfungen ermöglicht, bevor Migranten Züge nach Marseille oder Lyon besteigen. Italien wiederum wird die Genehmigungsverfahren für französische Bauunternehmen beschleunigen, die an der Hochgeschwindigkeitsstrecke Turin–Lyon arbeiten. Eine neue Arbeitsgruppe zur digitalen Grenzüberwachung soll bis September Bericht erstatten. Für die Wirtschaft ist die wichtigste Ankündigung die Einrichtung einer Schnellspur für Güterfahrzeuge mit strategischen Zulieferungen – etwa pharmazeutische Vorprodukte oder Luftfahrtkomponenten – zwischen beiden Ländern. Diese Spur wird im Rahmen eines gegenseitigen Trusted-Trader-Systems nach dem Vorbild des EU-Systems der Authorised Economic Operator betrieben. Logistiker erwarten, dass sich die Abfertigungszeiten in Ventimiglia und Montgenèvre nach Installation der Pilot-Sensoren von durchschnittlich 42 Minuten auf unter 15 Minuten reduzieren. Der Gipfel brachte auch weichere Ergebnisse: Ab dem 1. Januar 2027 wird die Quote für Kulturvisa für Künstler verdoppelt, und beide Regierungen verpflichteten sich, ihre Steuerregelungen für digitale Nomaden bis Ende nächsten Jahres anzugleichen. Während viele Details noch gesetzgeberische Nacharbeit erfordern, sollten Mobilitätsmanager beachten, dass sich die grenzüberschreitenden Abläufe zwischen Frankreich und Italien rasch verändern werden – und ihre Einsätze entsprechend planen.
Quelle: Reuters (via ZoneBourse)

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