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Regierung startet neue öffentliche Konsultation zum Nationalen Plan für Migration, Flüchtlinge und Staatenlosigkeit

Juni 27, 2026
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Regierung startet neue öffentliche Konsultation zum Nationalen Plan für Migration, Flüchtlinge und Staatenlosigkeit
Die Lula-Regierung hat eine Online-Konsultation gestartet, um Beiträge für Brasiliens ersten Nationalen Plan für Migration, Flüchtlinge und Staatenlosigkeit (I PlaNaMigra) zu sammeln. Obwohl das Konsultationsportal bereits am 22. Juni online ging, erinnerte das Kommunikationsbüro der Präsidentschaft am 26. Juni erneut daran, dass Interessengruppen – darunter Handelskammern und Umzugsdienstleister – ihre Kommentare bis zum Stichtag 30. Juni einreichen sollten.

Der Entwurf des Plans sieht eine zentrale elektronische Plattform für die Bearbeitung von Aufenthaltserlaubnissen vor, den Ausbau von Portugiesischkursen, die aus CSR-Budgets finanziert werden, sowie die Einführung eines „Trusted Employer“-Programms, das sich am Zoll-OEA-Modell orientiert. Unternehmen, die die Compliance-Anforderungen erfüllen, würden eine 48-Stunden-Bearbeitung von Visa für innerbetriebliche Versetzungen erhalten sowie die automatische Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse von akkreditierten Universitäten. Diese Reformen würden, falls umgesetzt, die Vorlaufzeiten für Entsendungen drastisch verkürzen.

Regierung startet neue öffentliche Konsultation zum Nationalen Plan für Migration, Flüchtlinge und Staatenlosigkeit


Brasilien beherbergt mehr als 200.000 anerkannte Flüchtlinge und 1,5 Millionen weitere Migranten. Laut OBMigra-Daten, die diese Woche veröffentlicht wurden, erreichten die Grenzübertritte 2025 mit 36,4 Millionen einen Rekordwert – ein Plus von 15,6 % im Jahresvergleich, was die aufgestaute Nachfrage nach den Pandemieeinschränkungen und der Lockerung der Mercosur-Reiseregelungen widerspiegelt.

Die Konsultation schlägt zudem ein Pilotprojekt für ein „Talent-Visum“ für MINT-Fachkräfte vor, das Arbeitsmarktprüfungen für Engpässe, die von einem interministeriellen Ausschuss bestätigt werden, aussetzt. Branchenverbände wie Brasscom planen, für eine jährliche Quote von mindestens 5.000 Visa zu lobbyieren, da Brasiliens Ziele der digitalen Transformation nicht allein durch inländisches Angebot erreicht werden können. Personalverantwortliche werden daher empfohlen, sich an der Konsultation zu beteiligen, um Kriterien wie Gehaltsgrenzen und Anerkennung von Remote-Arbeit mitzugestalten.

Nächste Schritte: Das Justizministerium wird das Feedback im Juli auswerten und einen finalen Vorschlag zur Erlassgenehmigung an die Präsidentschaft im September übermitteln. Arbeitgeber sollten mit mindestens einer weiteren offiziellen Kommentierungsphase rechnen, wenn die Durchführungsverordnungen voraussichtlich im vierten Quartal 2026 veröffentlicht werden.
Quelle: BRA1 News / Government communiqués

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