
Frankreich hat sich Italien angeschlossen und bremst einen Vorschlag aus Brüssel, der aktuellen und ehemaligen russischen Soldaten den Erhalt von Schengen-Visa oder die Einreise in die EU-weite Freizone verbieten würde. Die Maßnahme, Teil des 21. Sanktionspakets der EU gegen Moskau, wird von einer Gruppe aus 11 nördlichen und östlichen Mitgliedstaaten vorangetrieben, die argumentieren, dass eine individuelle Überprüfung der Reisenden vor dem Hintergrund mutmaßlicher Kriegsverbrechen in der Ukraine unmöglich sei.
Bei einem COREPER-Treffen am 25. Juni betonten französische Diplomaten, dass die Visapolitik eine „geteilte Zuständigkeit“ und kein Sanktionsinstrument sei, und warnten davor, das Schengen-Informationssystem um militärische Daten zu erweitern, da dies rechtlich fragwürdig und technisch kaum umsetzbar sei. Paris hob zudem die wirtschaftliche Bedeutung russischer Besucher hervor – Frankreich stellte 2025 fast 180.000 Visa an russische Staatsangehörige aus, ein Anstieg von 23 % im Jahresvergleich – was pauschale Ausschlüsse für den Tourismussektor komplex und kostspielig mache.
Gegner der Maßnahme weisen darauf hin, dass nur ein Bruchteil der russischen Reisenden betroffen wäre, die manuelle Bearbeitung jeder einzelnen Bewerbung jedoch die bereits ausgelasteten Konsulate zu Beginn der Sommersaison überfordern würde. EU-Kommissionsbeamte haben zwei Alternativvorschläge ins Spiel gebracht: Entweder müssen Antragsteller den Nachweis erbringen, keinen Militärdienst geleistet zu haben, oder es werden Warnhinweise im Schengen-Datenbanksystem auf Basis von Geheimdienstinformationen der Mitgliedstaaten eingefügt. Beide Optionen würden Monate zur Umsetzung benötigen.
Unternehmen mit Mobilitätsprogrammen in Frankreich stehen vor unmittelbarer Unsicherheit. Geschäftsreiseteams, die russische Talente oder Kunden betreuen, sollten mit längeren Bearbeitungszeiten und möglichen kurzfristigen Änderungen der Politik vor der für Mitte Juli geplanten Sanktionsabstimmung rechnen. Arbeitgeber wird empfohlen, Einladungsschreiben und Projektdokumentationen bereitzuhalten, um den zivilen Zweck der Reisen nachzuweisen, und die Verfügbarkeit von Konsulatsterminen in Moskau, Jerewan und Dubai zu beobachten, wo die Nachfrage stark steigt.
Derzeit können russische Staatsangehörige weiterhin nach den normalen Schengen-Regeln Visaanträge stellen, doch die Debatte zeigt, dass die politische Belastung durch russische Reisende zunimmt – was letztlich zu strengeren nationalen Prüfungen durch französische Auslandsvertretungen führen könnte, selbst ohne ein formelles EU-weites Einreiseverbot.
Bei einem COREPER-Treffen am 25. Juni betonten französische Diplomaten, dass die Visapolitik eine „geteilte Zuständigkeit“ und kein Sanktionsinstrument sei, und warnten davor, das Schengen-Informationssystem um militärische Daten zu erweitern, da dies rechtlich fragwürdig und technisch kaum umsetzbar sei. Paris hob zudem die wirtschaftliche Bedeutung russischer Besucher hervor – Frankreich stellte 2025 fast 180.000 Visa an russische Staatsangehörige aus, ein Anstieg von 23 % im Jahresvergleich – was pauschale Ausschlüsse für den Tourismussektor komplex und kostspielig mache.
Gegner der Maßnahme weisen darauf hin, dass nur ein Bruchteil der russischen Reisenden betroffen wäre, die manuelle Bearbeitung jeder einzelnen Bewerbung jedoch die bereits ausgelasteten Konsulate zu Beginn der Sommersaison überfordern würde. EU-Kommissionsbeamte haben zwei Alternativvorschläge ins Spiel gebracht: Entweder müssen Antragsteller den Nachweis erbringen, keinen Militärdienst geleistet zu haben, oder es werden Warnhinweise im Schengen-Datenbanksystem auf Basis von Geheimdienstinformationen der Mitgliedstaaten eingefügt. Beide Optionen würden Monate zur Umsetzung benötigen.
Unternehmen mit Mobilitätsprogrammen in Frankreich stehen vor unmittelbarer Unsicherheit. Geschäftsreiseteams, die russische Talente oder Kunden betreuen, sollten mit längeren Bearbeitungszeiten und möglichen kurzfristigen Änderungen der Politik vor der für Mitte Juli geplanten Sanktionsabstimmung rechnen. Arbeitgeber wird empfohlen, Einladungsschreiben und Projektdokumentationen bereitzuhalten, um den zivilen Zweck der Reisen nachzuweisen, und die Verfügbarkeit von Konsulatsterminen in Moskau, Jerewan und Dubai zu beobachten, wo die Nachfrage stark steigt.
Derzeit können russische Staatsangehörige weiterhin nach den normalen Schengen-Regeln Visaanträge stellen, doch die Debatte zeigt, dass die politische Belastung durch russische Reisende zunimmt – was letztlich zu strengeren nationalen Prüfungen durch französische Auslandsvertretungen führen könnte, selbst ohne ein formelles EU-weites Einreiseverbot.
Quelle: Euronews
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Frankreich.Mehr von Frankreich
Alle anzeigen
RER D stellt Notfallplan bei Hitzewellen vor: langsamere Fahrpläne, Wasser an Bord und Echtzeit-Überwachung der Schienentemperatur
Schengen bereitet sich auf Sicherheitsreform 2026 vor: Frankreich bestätigt KI-gestützte Risikobewertung bei Einführung von ETIAS