
In einem Blogbeitrag vom 26. Juni erläuterte SNCF Voyageurs, wie die Pariser RER-Linie D – der zweitstärkste Pendlerkorridor Europas – mit der historischen Hitzewelle umgeht. Die Gleistemperaturen erreichten am 25. Juni bei Malesherbes 60 °C, was automatische Geschwindigkeitsbegrenzungen und selektive Fahrtausfälle zum Schutz der Infrastruktur auslöste. Die Teams von SNCF Réseau patrouillieren nun rund um die Uhr mit Wärmebildkameras in kritischen Abschnitten, während die Technicenter älteren Z2N-Zugsets, deren Klimaanlagen anfällig sind, Priorität einräumen. Bahnhöfe wie Corbeil-Essonnes und Villeneuve-Saint-Georges haben Trinkstationen eingerichtet, und das Personal verteilte während des Abendverkehrs Tausende Wasserflaschen. Der Betreiber rät Pendlern – und damit auch Firmenreiseplanern – Fahrten in der heißesten Tageszeit zu vermeiden oder, wenn möglich, auf Telearbeit umzusteigen. Reisende können über die Apps Transilien, SNCF Connect oder Île-de-France Mobilités klimatisierte Wagen finden und Push-Benachrichtigungen zu kurzfristigen Ausfällen erhalten. Obwohl der Notfallplan auf einen Regionalverkehr ausgerichtet ist, dürften diese Maßnahmen – Gleistemperaturüberwachung und mobile Trinkstationen – angesichts häufiger werdender Hitzewellen auf das gesamte französische Fernverkehrsnetz ausgeweitet werden. Arbeitgeber sollten ähnliche Hinweise in Fürsorgeunterweisungen für Besuchspersonal und Expatriates aufnehmen.
Quelle: Transilien RER D official blog
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