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Flughäfen in Rom warnen vor zweijährigen Grenzstaus, da das EU-Ein- und Ausreisesystem seinen ersten Härtetest im Sommer besteht

Juni 28, 2026
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Flughäfen in Rom warnen vor zweijährigen Grenzstaus, da das EU-Ein- und Ausreisesystem seinen ersten Härtetest im Sommer besteht
Italiens verkehrsreichster Flughafen bereitet sich auf den wohl härtesten Sommerbetrieb seit einem Jahrzehnt vor. In einem Interview vom 27. Juni 2026 bestätigte Aeroporti di Roma – Betreiber der Flughäfen Fiumicino und Ciampino – dass man beim Innenministerium eine vorübergehende Lockerung einiger biometrischer Kontrollen des neuen EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES) beantragen könnte. Laut Modellrechnungen des Betreibers verlängert die erstmalige Erfassung von Nicht-EU-Reisenden in der EES-Datenbank jede Grenzkontrolle von durchschnittlich 20–30 Sekunden auf bis zu zwei Minuten, was zu langen Warteschlangen bei Spitzenankünften führt. Das EES ersetzt den manuellen Passstempel durch eine digitale Datei mit vier Fingerabdrücken, einem Gesichtsfoto und den Passdaten des Reisenden. Ziel ist es, die Sicherheit an den Außengrenzen zu erhöhen und Überzieher automatisch zu erkennen. Gleichzeitig müssen alle Drittstaatsangehörigen erstmals biometrisch erfasst werden – ein Prozess, den Flughäfen nur durch zusätzliches Personal und Technik beschleunigen können. Die erste große Belastungsprobe steht nun an: Italien rechnet damit, dass der Freizeitverkehr die Werte von 2019 um 7 % übersteigen wird, mit täglich über 42.000 Nicht-EU-Ankünften am Flughafen Fiumicino Mitte August. Die Flughafenleitung warnt, dass ohne flexible Maßnahmen – etwa die Trennung von Wiederkehrern und Erstbesuchern oder die Öffnung manueller Kontrollspuren bei Wartezeiten über 45 Minuten – ein „organisatorischer Kollaps“ droht, der zu verpassten Anschlussflügen und Kreuzfahrtabfahrten führen könnte. Für internationale Arbeitgeber und Reiseverantwortliche ist die Botschaft klar: Geschäftsreisende mit engem Zeitplan sollten großzügige Anschlusszeiten einplanen, und Unternehmen, die diesen Sommer Gruppen nach Italien entsenden, wird empfohlen, ihre Mitarbeiter möglichst vorab in Trusted-Traveller-Programmen anzumelden. Fluggesellschaften verschicken bereits proaktive SMS mit der Aufforderung, digitale Formulare vorab auszufüllen und mit gestaffeltem Boarding auf Verzögerungen vorbereitet zu sein. Während Rom am lautesten Alarm schlägt, meldet auch der Flughafenverband ACI Europe ähnliche Herausforderungen in Mailand Malpensa, Paris CDG und Lissabon. EU- und italienische Behörden betonen, dass sich das System innerhalb von „12 bis 18 Monaten“ einspielen wird, räumen aber ein, dass die Hochsaison 2026 die wohl störungsreichste Phase des Übergangs sein wird.
Quelle: Travel and Tour World

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