
Ein separater Bericht von Travel and Tour World vom 27. Juni 2026 zeigt, dass Fluggesellschaften und Luftfahrtbehörden in Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland, Indien und der Türkei direkte Kommunikationskanäle mit dem Betriebszentrum des Flughafens Rom Fiumicino eingerichtet haben, um Verzögerungen durch das europäische Ein- und Ausreisesystem (EES) besser zu steuern. Im Rahmen dieses Plans informieren Langstreckenfluggesellschaften Rom im Voraus über Flüge mit vielen Erstbesuchern des Schengen-Raums, damit zusätzliche manuelle Kontrollstellen geöffnet werden können. Im Gegenzug stellen die italienischen Behörden Echtzeitdaten zu Warteschlangen bereit, die Partner-Airlines an abreisende Passagiere vor dem Boarding weitergeben können. Die kanadische Transportbehörde bestätigt, dass sie Fluggesellschaften empfiehlt, bis zum 30. September 20-minütige Zeitpuffer auf den Strecken YYZ–FCO und YUL–FCO einzuplanen. Diese Koordination verdeutlicht die extraterritoriale Wirkung des EES: Engpässe an einem europäischen Drehkreuz können globale Flugpläne, Frachtverbindungen und Dienstpläne von Crews tausende Kilometer entfernt stören. Geschäftsreisende sollten daher mit fortlaufenden Anpassungen im Flugplan rechnen, die Tagesmeetings oder Anschlussverbindungen gefährden könnten. Vertreter des italienischen Außenministeriums sehen in diesem Informationsaustauschmodell ein mögliches Vorbild für andere Schengen-Flughäfen, falls sich die Verzögerungen verschärfen – und damit eine Internationalisierung eines ursprünglich als europäisches Grenzmanagement-Tool konzipierten Systems.
Quelle: Travel and Tour World
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