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Austrian Airlines nimmt Direktflug Wien–Ohrid auf und eröffnet neues Balkan-Tor für Geschäfts- und Urlaubsreisende

Juni 30, 2026
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Austrian Airlines nimmt Direktflug Wien–Ohrid auf und eröffnet neues Balkan-Tor für Geschäfts- und Urlaubsreisende
Austrian Airlines hat am 29. Juni seine Präsenz auf dem Balkan erweitert und eine zweimal wöchentliche Nonstop-Verbindung zwischen dem Flughafen Wien (VIE) und dem Flughafen Ohrid St. Paul der Apostel (OHD) in Nordmazedonien gestartet. Die Sommerstrecke, hervorgehoben von Travel & Tour World, ergänzt die bestehenden Flüge der Airline nach Skopje und wird mit einem Airbus A320 mit 180 Sitzplätzen betrieben. Ohrid – eine am See gelegene Stadt und UNESCO-Weltkulturerbe – war bisher vor allem auf saisonale Charterflüge aus den Niederlanden und Polen angewiesen. Die direkte Anbindung an einen Star-Alliance-Hub verkürzt die Reisezeiten für österreichische KMU, die in die IT-Outsourcing- und Leichtindustrie-Cluster rund um Struga und Bitola investieren, erheblich. Umsteigepassagiere können Ohrid nun von 25 deutschen Städten mit nur einem Zwischenstopp in Wien erreichen, ein Vorteil, den auch die lokalen Tourismusverbände aktiv bewerben. Für Austrian Airlines ist die neue Verbindung Teil einer „Mid-Tier-Cities“-Strategie, die darauf abzielt, Nischenmärkte zu bedienen, ohne Flugzeuge im Ausland stationieren zu müssen. Die Netzwerkplaner der Airline orientieren sich an dynamischen Erlösdaten: Die Flüge finden diesen Sommer mittwochs und samstags statt, könnten aber bei einer Auslastung von über 75 Prozent auch im Winter fortgesetzt werden, so Insider. Einführungspreise starten bei 154 Euro für Hin- und Rückflug und liegen damit unter den indirekten Verbindungen über Belgrad oder Istanbul. Geschäftsreisende sollten die Einreisebestimmungen beachten: Während EU-Bürger visafrei bis zu 90 Tage nach Nordmazedonien einreisen dürfen, müssen Drittstaatsangehörige, die über Wien reisen, weiterhin Schengen-Visa vorweisen und ab Ende 2026 die ETIAS-Vorabgenehmigung beantragen. Der Flug Wien–Ohrid zeigt somit, wie die Digitalisierung der EU-Grenzen mit neuen Flugverbindungen zusammenwirkt: Passagiere ohne biometrischen Reisepass müssen mit längeren Umsteigezeiten für die EES-Registrierung in Wien rechnen. Der Flughafenbetreiber Flughafen Wien AG rechnet damit, dass die Strecke in der ersten Saison 15.000 Passagiere bringt – eine überschaubare Zahl, die jedoch das Ziel unterstützt, das Verkehrsaufkommen von 2019 bis 2027 wieder zu erreichen. Die regionalen Handelskammern auf beiden Seiten hoffen zudem, dass der Flug bilaterale Ausbildungsprogramme und Konferenzaustausche rund um nachhaltigen Tourismus am Ohridsee fördert.
Quelle: Travel and Tour World

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