
Ab dem 1. Juli 2026 werden fast alle Visakategorien, die vom australischen Innenministerium bearbeitet werden, teurer – und für viele temporäre Bewohner deutlich risikoreicher. Ein Interview von SBS Nepali mit dem in Melbourne ansässigen Migrationsberater Keshav Kandel bestätigt, dass die Indexierung 2026-27 die Visaantragsgebühren (VACs) für die meisten Kategorien um 2 bis 5 Prozent anheben wird, während einige Gebühren für Studenten- und Besuchervisa um mehr als 20 Prozent steigen.
Ebenso wichtig wie die Preiserhöhungen sind eine Reihe von politischen Anpassungen, die die Einhaltung der Vorschriften verschärfen sollen. Ein neuer „Good Standing“-Algorithmus wird automatisch Studentenvisa-Inhaber markieren, die unter 70 Prozent Anwesenheit bleiben, Raten für Studiengebühren versäumen oder mehr als die Hälfte ihrer belegten Fächer nicht bestehen. Diese Warnsignale fließen direkt in den Genuine Student (GS)-Integritätstest ein, der für Anträge auf Verlängerung des Studiums oder den Wechsel zu Graduate-Visa entscheidend ist – das bisher häufige „Visa-Hopping“ wird dadurch deutlich erschwert.
Auch die Regeln für Besuchervisa werden verschärft. Ab dem 1. Juli müssen Antragsteller, die sich im Land befinden und eine Verlängerung des Subclass-600-Visums beantragen, für jeden zusätzlichen Monat 1.000 AUD mehr an Lebenshaltungskosten nachweisen und den Nachweis einer Krankenversicherung bereits bei Antragstellung vorlegen, nicht erst bei der Entscheidung.
Auch die Wege zur dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung bleiben nicht verschont: Die Englisch-Sprachanforderung für Hauptantragsteller, die von regionalen Arbeitgebern nominiert werden, sinkt von IELTS 5,5 auf 5,0 – allerdings nur, wenn das sponsoring Unternehmen nachweisen kann, dass es die vorgeschriebenen Ausgaben für Schulungen ordnungsgemäß erfüllt hat.
Kandel warnte Unternehmen, die Arbeitskräfte sponsern, „nicht nur mit höheren staatlichen Gebühren, sondern auch mit einem erhöhten administrativen Aufwand zu rechnen“. Er wies darauf hin, dass die digitale Überwachung von Arbeitszeiten und Gehaltszahlungen bis Dezember 2026 auf alle ABNs ausgeweitet wird.
Migranten rät er, die Visabedingungen während der Übergangsphase besonders sorgfältig zu prüfen: „Ein fehlender Gehaltsnachweis oder eine verspätete Kursanmeldung kann jetzt automatisch eine Absichtserklärung zur Visastornierung auslösen. Das ist eine ganz andere Situation als noch vor zwei Jahren.“
Für multinationale Unternehmen, die Mitarbeiter nach Australien entsenden, lautet die Botschaft klar: Höhere Compliance-Kosten müssen in den Budgetplanungen für Einsätze berücksichtigt werden, ebenso wie mehr Zeit für zusätzlichen Papierkram – insbesondere bei Krankenversicherung, Englischtests und Nachweisen über finanzielle Mittel. Angesichts der Regierungspolitik zur Visaintegrität erwarten nur wenige Migrationsberater, dass sich dieser Trend in absehbarer Zeit umkehrt.
Ebenso wichtig wie die Preiserhöhungen sind eine Reihe von politischen Anpassungen, die die Einhaltung der Vorschriften verschärfen sollen. Ein neuer „Good Standing“-Algorithmus wird automatisch Studentenvisa-Inhaber markieren, die unter 70 Prozent Anwesenheit bleiben, Raten für Studiengebühren versäumen oder mehr als die Hälfte ihrer belegten Fächer nicht bestehen. Diese Warnsignale fließen direkt in den Genuine Student (GS)-Integritätstest ein, der für Anträge auf Verlängerung des Studiums oder den Wechsel zu Graduate-Visa entscheidend ist – das bisher häufige „Visa-Hopping“ wird dadurch deutlich erschwert.
Auch die Regeln für Besuchervisa werden verschärft. Ab dem 1. Juli müssen Antragsteller, die sich im Land befinden und eine Verlängerung des Subclass-600-Visums beantragen, für jeden zusätzlichen Monat 1.000 AUD mehr an Lebenshaltungskosten nachweisen und den Nachweis einer Krankenversicherung bereits bei Antragstellung vorlegen, nicht erst bei der Entscheidung.
Auch die Wege zur dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung bleiben nicht verschont: Die Englisch-Sprachanforderung für Hauptantragsteller, die von regionalen Arbeitgebern nominiert werden, sinkt von IELTS 5,5 auf 5,0 – allerdings nur, wenn das sponsoring Unternehmen nachweisen kann, dass es die vorgeschriebenen Ausgaben für Schulungen ordnungsgemäß erfüllt hat.
Kandel warnte Unternehmen, die Arbeitskräfte sponsern, „nicht nur mit höheren staatlichen Gebühren, sondern auch mit einem erhöhten administrativen Aufwand zu rechnen“. Er wies darauf hin, dass die digitale Überwachung von Arbeitszeiten und Gehaltszahlungen bis Dezember 2026 auf alle ABNs ausgeweitet wird.
Migranten rät er, die Visabedingungen während der Übergangsphase besonders sorgfältig zu prüfen: „Ein fehlender Gehaltsnachweis oder eine verspätete Kursanmeldung kann jetzt automatisch eine Absichtserklärung zur Visastornierung auslösen. Das ist eine ganz andere Situation als noch vor zwei Jahren.“
Für multinationale Unternehmen, die Mitarbeiter nach Australien entsenden, lautet die Botschaft klar: Höhere Compliance-Kosten müssen in den Budgetplanungen für Einsätze berücksichtigt werden, ebenso wie mehr Zeit für zusätzlichen Papierkram – insbesondere bei Krankenversicherung, Englischtests und Nachweisen über finanzielle Mittel. Angesichts der Regierungspolitik zur Visaintegrität erwarten nur wenige Migrationsberater, dass sich dieser Trend in absehbarer Zeit umkehrt.
Quelle: SBS Nepali