
In einer zweiten Pressemitteilung des Innenministeriums am 30. Juni bestätigten Minister, dass erwachsene Asylbewerber, die über finanzielle Mittel verfügen, verpflichtet werden, der Regierung die Kosten für Unterkunft und Verpflegung während der Bearbeitung ihres Antrags zu erstatten. Diese Schulden – voraussichtlich im Durchschnitt etwa 10.000 Pfund – werden vor jeder zukünftigen Antragstellung auf Niederlassung oder Wiedereinreise in das Vereinigte Königreich durchsetzbar sein. Beamte vergleichen die Regelung mit einem Studienkreditmodell: Die Rückzahlungen beginnen erst, wenn die Person arbeitet und ein Einkommen über einer bestimmten Schwelle erzielt. Arbeitgeber, die Flüchtlinge über die Skilled Worker- oder Shortage Occupation-Routen einstellen wollen, müssen nun eine mögliche Lohnpfändung berücksichtigen. Das Innenministerium erklärt, dass Rückzahlungspläne im digitalen Einwanderungsstatus sichtbar sein werden, sodass HR-Systeme überprüfen können, ob ein Mitarbeiter seinen Verpflichtungen nachkommt. Die Nicht-Einhaltung der Rückzahlungen könnte den rechtmäßigen Status ungültig machen und Arbeitgebern zivilrechtliche Strafen von bis zu 60.000 Pfund pro illegal beschäftigtem Arbeitnehmer gemäß dem überarbeiteten Sponsor Compliance Code drohen. Wirtschaftsverbände äußern Bedenken, dass die Regelung hochqualifizierte Flüchtlinge davon abhalten könnte, sich im Vereinigten Königreich niederzulassen – gerade in Branchen wie Ingenieurwesen und Gesundheitswesen, die unter akutem Fachkräftemangel leiden. Wohltätigkeitsorganisationen verurteilen die Maßnahme als „Flüchtlingssteuer“ und warnen, dass sie verletzliche Menschen in unregulierte oder Schwarzarbeitsverhältnisse drängen könnte, um Abzüge zu vermeiden. Dennoch prognostiziert das Innenministerium Einsparungen von 400 Millionen Pfund im nächsten Parlament, Mittel, die in den geplanten „Fast-Track Tribunal“ zur Abbau des Rückstaus im Jahr 2027 reinvestiert werden sollen. Aus Sicht der globalen Mobilität sollten Programmverantwortliche ihre Kostenprognosen für die Einstellung von Flüchtlingen aktualisieren, mit Gehaltsabrechnungsanbietern über mögliche Abzugscodes sprechen und Leitfäden für Führungskräfte zur Unterstützung von Mitarbeitern mit Rückzahlungsverpflichtungen vorbereiten. Unternehmen, die Flüchtlingsprogramme mit Unternehmenssponsoring nutzen, müssen sicherstellen, dass die Sponsoring-Pakete potenzielle Haftungen transparent darstellen.
Quelle: GOV.UK
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