
London Heathrow, Gatwick und Manchester verzeichneten am 4. Juli zusammen über 600 Verspätungen, nachdem eine Woche mit wechselhaftem Sommerwetter auf anhaltende Streiks auf dem Kontinent traf. Das Reise-Datenunternehmen OAG zählte innerhalb von 24 Stunden 2.172 verspätete Abflüge in ganz Europa sowie 98 vollständige Stornierungen. Besonders betroffen waren die britischen Drehkreuze am Freitagabend, als Gewitter zu Einschränkungen im Flugverkehr führten und Flugzeuge sowie Crews für die erste Welle am Samstag aus dem Zeitplan brachten. Finnair, Eurowings und Ryanair erließen pauschale Kulanzregelungen, die eine kostenfreie Umbuchung erlauben, und nannten sowohl das Wetter als auch einen für den 5. Juli geplanten Streik von Flughafenmitarbeitern in Italien als Gründe. Heathrow informierte Firmenreiseleiter, dass sich die „Folgestörungen“ bis Anfang nächster Woche hinziehen könnten, da slotkontrollierte Flughäfen kaum Kapazitätsreserven zur Erholung haben. Gatwick meldete am Samstagmorgen durchschnittliche Wartezeiten an der Sicherheitskontrolle von 35 Minuten – doppelt so lang wie üblich zu dieser Jahreszeit. Nach britischem Recht müssen Fluggesellschaften bei erheblichen Verspätungen Mahlzeiten und Hotels bereitstellen, und eine Entschädigung kann fällig werden, wenn die Ursache im Verantwortungsbereich der Airline liegt. Wetterbedingte Verzögerungen sind normalerweise ausgenommen, doch die Luftfahrtbehörde CAA riet Passagieren, ihre Rechte zu kennen und Belege aufzubewahren. Reisebüros empfehlen Kunden mit Anschlussflügen am selben Tag, vierstündige Puffer einzuplanen oder über Regionalflughäfen wie Birmingham oder Bristol umzubuchen, die mehr Kapazität bieten. Meteorologen erwarten in der kommenden Woche weitere Gewitter in Südengland, während europäische Arbeitsmarktbeobachter bis zum 15. Juli elf Streiks im Luftfahrtsektor ankündigen. Mobilitätsmanager sollten NOTAMs im Blick behalten, Mitarbeitern nach Möglichkeit flexible Tickets anbieten und Reisende darauf hinweisen, dass auch Zugverbindungen in Großbritannien bei extremem Wetter und Oberleitungsproblemen kurzfristig ausfallen können. Die Situation verdeutlicht einen übergeordneten Trend für 2026: Mit Passagierzahlen, die wieder über dem Vorkrisenniveau liegen, können selbst kleinere Störungen das eng vernetzte europäische Flughafensystem stark beeinträchtigen. Eine vorausschauende Planung – alternative Routen, Tracking-Apps für Reisende und klare Richtlinien zu Ausgaben – ist für Unternehmen, die diesen Sommer Mitarbeiter in und aus Großbritannien bewegen, unverzichtbar geworden.
Quelle: Crystal Travel News
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