
Der Billigflieger Ryanair hat öffentlich die Flughäfen Teneriffa Süd, Palma de Mallorca, Alicante und Málaga als die am schlechtesten vorbereiteten Flughäfen Europas für das kommende biometrische Ein- und Ausreisesystem (EES) der EU bezeichnet. In einer von der Fachpublikation Preferente aufgegriffenen Erklärung warnte die Airline, dass unzureichende Kioske, Personalmangel und unzuverlässige Software während der Hauptreisezeit im Juli und August zu „Albtraum“-Wartezeiten für Nicht-Schengen-Ankünfte führen könnten. Die Kritik folgt auf branchenweite Befürchtungen, dass der Wechsel von manuellen Stempeln zur biometrischen Erfassung die Abfertigungszeiten verlangsamen wird – gerade in einer Phase, in der das Verkehrsaufkommen die Vor-Pandemie-Niveaus übersteigt. Geschäftsreisende befürchten verpasste Anschlussflüge bei innergemeinschaftlichen Verbindungen, die außerhalb der EU starten, sowie Imageschäden, wenn Führungskräfte stundenlang in Warteschlangen feststecken. Die Flughafenbehörden auf den Kanarischen Inseln und dem Festland betonen, dass Notfallpläne bereitstehen, doch Ryanairs öffentliche Nennung erhöht den politischen Druck kurz vor den spanischen Hauptferienwochen. Das Unternehmen hat bereits bei Madrid interveniert, um die vollständige Aktivierung des EES auf September zu verschieben – ähnlich wie Griechenland zuvor. Reise-Risikoberater empfehlen, wo möglich Fast-Track-Dienste zu buchen und Reisende darauf hinzuweisen, mindestens 30 Minuten früher zur Passkontrolle an den vier Flughäfen zu erscheinen. Zudem raten sie multinationalen Unternehmen, Echtzeit-Warteschlangendaten – etwa über Apps oder vor Ort – zu erfassen, um Transfers und Meetingpläne flexibel anzupassen.
Quelle: Preferente
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