
Der Australian Tourism Export Council (ATEC) schlägt Alarm, nachdem die Gebühren für Besuchervisa zum vierten Mal in Folge gestiegen sind. Ab dem 1. Juli erhöht sich das Subclass-600-Visum von 200 AUD auf 250 AUD, während die Working Holiday Maker (WHM)-Visa auf 840 AUD ansteigen. ATEC-Geschäftsführer Peter Shelley erklärte gegenüber AccomNews, dass der kumulierte Anstieg von 65 % seit 2022 Australiens Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Kanada, Neuseeland und Japan gefährdet, wo die Einreisevisa unter 400 AUD bleiben. Regionale Anbieter – die bereits mit Kapazitätsengpässen im Flugverkehr und einem starken australischen Dollar kämpfen – befürchten, dass Rucksacktouristen günstigere OECD-Ziele bevorzugen und so saisonale Arbeitskräfte von Erdbeerfarmen in Queensland bis zu Skigebieten in Victoria verloren gehen. Shelley forderte die Regierung auf, die WHM-Gebühren von allgemeinen Einnahmenerhöhungen auszunehmen, da jeder WHM etwa 10.000 AUD in regionalen Gemeinden ausgibt. Branchenmodelle zeigen, dass ein Rückgang der WHM-Ankünfte um 5 % dem Tourismussektor 500 Millionen AUD an BIP entziehen und 4.000 Arbeitsplätze gefährden würde. Große Hotelketten beobachten die Entwicklung genau: Hilton und Accor berichteten im Mai dem Senat, dass Rucksacktouristen bis zu 15 % ihrer Aushilfskräfte außerhalb der Hauptstädte ausmachen. Reiseanbieter setzen sich nun bei der Finanzbehörde für eine differenzierte Gebührenstruktur ein, die längere Aufenthalte und regionale Arbeit honoriert – ähnlich dem 23-monatigen WHM-Modell Neuseelands. Bis dahin sollten Beschaffungsteams höhere Visakosten in ihre Budgetplanung für Incentive-Reisen und Konferenzen bis zum Geschäftsjahr 2026-27 einbeziehen.
Quelle: AccomNews
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